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Sicherheitsfirma: iMessage stellt ein Drittel des Textnachrichten-Spams

Spammer setzen einem Bericht zufolge zunehmend auf Apples Messaging-Dienst, um unerwünschte Werbenachrichten an Mobilgeräte zu schicken – der Mac-Client lasse sich leicht für Massenaussendungen einsetzen.

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iMessage erlaubt, Benachrichtigungen auf Kontakte zu beschränken

Über 30 Prozent des Textnachrichten-Spams entfällt nach Ansicht der Sicherheitsfirma Cloudmark inzwischen auf iMessage – vor einem Jahr habe es hingegen praktisch keinen Spam gegeben, der über Apples Messaging-Dienst lief.

Der aktuell hohe Anteil sei auf die besonders aggressive Kampagne eines Spammers zurückzuführen, der gefälschte Marken-Sonnenbrillen loswerden will, erklärte die Firma gegenüber Wired. Cloudmark hatte Ende Juli einen Bericht zu der Kampagne veröffentlicht, die offenbar hauptsächlich auf Nutzer in US-Metropolen abzielt.

Der iMessage-Desktop-Client für Mac OS X sei skriptfähig und erlaube einem Spammer, den Vorgang leicht zu automatisieren, betont Cloudmark. Zudem sind Nutzer per iMessage oft sowohl unter ihrer Mobilfunknummer als auch mit verschiedenen E-Mail-Adressen zu erreichen. Hat der Empfänger die Lesebestätigungen aktiviert, sieht der Versender außerdem, ob (und wann) seine Spam-Nachricht gelesen wurde.

Wer Spam-Nachrichten über iMessage erhält, kann diese umständlich an Apple melden sowie den Absender blockieren – allerdings lässt sich die Absenderadresse einfach ändern. Alternativ bleibt iMessage-Nutzern die Möglichkeit, ihr Telefon nur bei neuen Nachrichten von Personen aus dem Adressbuch piepsen zu lassen. Der Spam kommt dann zwar weiterhin an, nervt aber nicht mehr durch Benachrichtigungstöne. Die entsprechende Option ist in den iOS-Einstellungen unter Mitteilungen/Nachrichten zu finden – dort wählt man dann "Hinweise von Kontakten zeigen" statt "Hinweise von allen zeigen". (lbe)