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Signierte Mac-Apps stürzen ab: Apple bietet Abhilfe

Von Mac-Entwicklern angelegte Profile sind nun 18 Jahre lang gültig – unabhängig davon, ob das Developer-Zertifikat abläuft. Dies soll verhindern, dass signierte macOS-Software erneut unerwartet beim Starten abstürzt.

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1Password Problem

Von dem Problem betroffene Apps ließen sich nicht mehr starten: Sie stürtzen sofort ab oder zeigten eine Fehlermeldung, wie etwa 1Password.

Eine Änderung an Apples Entwickler-Tools soll sicherstellen, dass signierte Mac-Software nicht mehr plötzlich abstürzt, sobald das Zertifikat des Entwicklers abläuft. Mit der Developer ID erstellte Provisioning Profiles sind nun grundsätzlich für 18 Jahre lang gültig, unabhängig vom Ablaufdatum des Developer-Zertifikats, erklärt Apple auf einer Support-Seite.

Die erhebliche Verlängerung des Gültigkeitszeitraums greift bei Profilen, die nach dem 22. Februar 2017 angelegt wurden. Dies solle ein “ungestörtes Erlebnis” für den Nutzer sicherstellen, erläuterte der Konzern – und die Verwaltung der signierten Apps vereinfachen.

Der Grund für die Änderung liegt gut eine Woche zurück: Mehrere populäre Mac-Apps ließen sich plötzlich nicht mehr starten – sie stürzten unmittelbar nach dem Öffnen ab, zu den betroffenen Programmen gehörte auch die Kennwortverwaltung 1Password. Nutzer mussten für betroffene Apps schnell bereitgestellte Updates manuell herunterladen und installieren.

Die Abstürze betrafen ausschließlich direkt vom Entwickler verkaufte Mac-Software, die mit einem Apple-Zertifikat signiert wurde und zudem ein Provisioning Profile einsetzt, um etwa iCloud-Funktionen einzubinden. Lief in dieser Kombination nun die Gültigkeit des Entwickler-Zertifikats ab, wurde offenbar zugleich das Profil für ungültig erachtet – und die Software quittiert beim Öffnen sofort den Dienst. Die erhebliche Verlängerung der Profil-Gültigkeit sollte dieses Problem nun umgehen – zumindest für die nächsten 18 Jahre.

Das optionale Signieren der Programme mit dem von Apple ausgegebenen Zertifikat soll sicherstellen, dass die App aus einer bekannten Quelle stammt und nicht von Dritten modifiziert wurde. Die in macOS Sierra integrierte Schutzfunktion Gatekeeper macht es umständlicher, nicht signierte Mac-Programme auszuführen – auch wenn dies weiterhin möglich ist. (lbe)