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Spotify verhandelt mit Apple über Siri-Platzierung

Mit iOS 13 soll man die Sprachassistentin auch bitten können, Musik von Apple-Music-Wettbewerbern zu spielen. Über die Umsetzung wird diskutiert.

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Spotify-App.

(Bild: dpa, Fabian Sommer)

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Apple und Spotify sollen aktuell in "Friedensverhandlungen" sein, wie die Einbindung des aus Schweden stammenden Musikdienstes in das Mobilbetriebssystem iOS besser werden könnte. Der iPhone-Hersteller hatte bereits angekündigt, dass sich mit iOS 13 erstmals alternative Streaminganbieter mit der Sprachassistentin Siri aufrufen lassen werden.

Dazu soll man etwa "Spiele Michael Jackson bei Spotify" sagen können, wie man dies bereits von Konkurrenzsystemen wie Amazon Alexa kennt. Wie nun der IT-Nachrichtenanbieter The Information meldet, sollen die Funktionen noch weitergehen. So könnte Siri nicht nur einzelne Tracks abspielen, sondern auch Wiedergabelisten und Alben von Spotify.

Die Diskussionen sind auch deshalb pikant, weil Spotify ein EU-Wettbewerbsverfahren gegen Apple angeregt hat, in dem es um möglicherweise kartellrechtlich bedenkliches Verhalten im App Store und unter iOS geht. Spotify wirft Apple unter anderem vor, seinen eigenen Dienst Apple Music zu bevorzugen und weiter 30 Prozent Gebühr von Konkurrenten zu kassieren, wenn sie ihre Abos über Apple verwalten.

Spotify scheint auf die Verhandlungen mit Apple auch schon in seiner Öffentlichkeitsarbeit einzugehen. Auf der Lobby-Website "Time to Play Fair" ("Zeit für Fairplay") hieß es zuvor, Apple erlaube keine Nutzung von Siri mit Spotify. Nun ist dort zu lesen, Apple habe "gerade" angekündigt, dass sich Spotify auch mit Siri verbinden dürfe. Allerdings erwähne Apple den Namen von Spotify dabei nicht und sorge weiterhin dafür, dass Apple Music auf dem HomePod der Standardmusikdienst bleibt. Offenbar möchte Spotify, dass Nutzer dies ändern können.

Apple hatte im Juni die Vorwürfe von Spotify zurückgeweisen. Gegenüber der EU-Kommission teilte der Konzern in einem Statement mit, Spotify-Chef Daniel Ek operiere mit irreführenden Zahlen. Zudem seien angeblich nur wenige Nutzer betroffen und es könnten Abos auch außerhalb von Apples Plattform abgeschlossen werden. Weiterhin betont der Konzern, dass die Abogebühr im zweiten Jahr auf 15 Prozent sinkt.

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(bsc)