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Sprachassistentin Siri: Letzter Mitgründer verlässt Apple

Nach viel Kritik hat Apple Siri unter neue Führung gestellt, die alte Garde verlässt den Konzern. Ein Ex-Googler soll es nun richten.

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Siri

Apples Sprachassistentin Siri wird immer wieder dafür kritisiert, dass sie schlechter funktioniere als ihre Konkurrenten Google Assistant und Alexa von Amazon.

(Bild: dpa, Daniel Reinhardt)

Apples Neuaufstellung der Sparte rund um maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz führt zu personellen Konsequenzen: Tom Gruber, der letzte bei Apple verbliebene Mitgründer des Sprachassistenzdienstes Siri, hat das Unternehmen verlassen. Gruber leitete als Chef der Siri Advanced Development Group bei Apple die Weiterentwicklung von Siri.

Apple hatte Siri 2010 mitsamt den drei Gründern übernommen. Die beiden anderen Mitgründer hatten Apple schon 2011 und 2012 den Rücken gekehrt. Gruber wolle sich nun seinen persönlichen Interessen widmen, teilte Apple gegenüber The Information mit. Neben dem Siri-Mitgründer ist auch der bisherige Chef des Bereiches “Suche” nicht länger für Apple tätig.

Der 2011 mit dem iPhone 4s eingeführte Sprachassistenzdienst spielt eine immer wichtigere Rolle bei Apple und ist inzwischen auf allen vier Plattformen des Konzerns präsent. Mit AirPods und HomePod hat das Unternehmen zudem erste Geräte eingeführt, die weitestgehend per Sprachsteuerung bedient werden und entsprechend auf eine einwandfreie Funktion von Siri angewiesen sind.

Nach etlicher Kritik übernahm Berichten zufolge im vergangenen Jahr Craig Federighi, der Software-Chef des Konzerns, vorübergehend die Leitung der Siri-Sparte. Inzwischen hat das Unternehmen eine neue Managerposition auf oberster Führungsebene eingerichtet und mit einem Ex-Googler besetzt: John Giannandrea ist der neue Chef für die frisch eingerichtete Sparte Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen – er ist Apple-Chef Tim Cook direkt unterstellt. Der Manager war zuvor bei Google ebenfalls für KI und Suchtechnik verantwortlich.

Mit iOS 12 wird Apple Siri im Herbst erstmals aus dem bisherigen Korsett lösen: Nutzer können künftig eigene Siri-Sprachbefehle für bestimmte Aktionen definieren – und auf diese Weise auch ganze Arbeitsabläufe ausführen.

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(lbe)