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"Staingate": Apple verlängert Austauschprogramm bei MacBook-Bildschirmflecken

Kunden dürfen sich länger Zeit lassen, ihr Mac-Display austauschen zu lassen. Betroffen sind verschiedene Modellreihen.

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"Staingate": Apple verlängert Austauschprogramm bei MacBook-Bildschirmflecken

Ein typischer "Staingate"-Mac.

(Bild: staingate.org)

Besitzer des MacBook Pro Retina, deren Geräte unschöne Flecken auf dem Display aufweisen, haben unter Umständen Anspruch auf einen kostenlosen Austausch des Bildschirms. Ein entsprechendes Programm hat Apple laut einem Bericht von MacRumors nun verlängert. Künftig dürfen Kunden teilnehmen, die ihren Rechner zwischen Juni 2012 und dem 16. Oktober 2017 erworben haben.

Offiziell angekündigt hatte Apple das Austauschprogramm bislang noch nie – ein Anruf beim Apple-Support oder ein Besuch an der Genius Bar schafft Klarheit. Das unter dem Namen "Staingate" bekanntgewordene Phänomen betrifft die auf dem MacBook-Bildschirm aufgebrachte Schutzschicht, die unter anderem dazu dient, die Displayspiegelung zu reduzieren. Sie kann sich mit der Zeit ablösen – es entstehen die besagten Flecken, die insbesondere bei direkter Lichteinstrahlung gut zusehen sind. Teilweise löst sich die Schicht auch beim Abwischen des Bildschirms mit – normalerweise zulässigem – Reinigungsmittel.

2015 hatten von dem Problem betroffene Personen in den USA sogar eine Sammelklage erwogen – bevor Apple sein Austauschprogramm auflegte. In einer Datenbank waren im Sommer 2015 über 2500 solcher Fälle zusammengekommen, was auf Produktionsprobleme hindeutet. Eine zentrale Anlaufstelle für das Problem, staingate.org, zeigt Bilder des Phänomens. Zudem gibt es eine Facebook-Diskussionsgruppe zum Thema.

Es ist unklar, warum Apple das Programm nun verlängert. Im vergangenen Oktober hatte es Berichte gegeben, wonach der Anti-Staingate-Service sogar eingestellt werden sollte. Das galt insbesondere für ältere Macs. Der MacRumors-Meldung zufolge bleiben aber auch Geräte aus 2012 abgedeckt. Neu ist zudem, dass das MacBook mit 12-Zoll-Bildschirm ebenfalls betroffen zu sein scheint. Bislang war stets vom MacBook Pro mit Retina-Bildschirm die Rede gewesen. (bsc)