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"Staingate" bei MacBook-Displays: Apple tauscht wohl Hardware aus

Diverse Besitzer eines MacBook Pro mit Retina-Bildschirm klagen über unschöne Flecken auf der Beschichtung. Nun scheint Apple ein Qualitätsprogramm zu planen, heißt es in einem Bericht.

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"Staingate" bei MacBook-Display

Ein besonders extremes "Staingate"-Beispiel bei direkter Lichteinstrahlung.

(Bild: Apple Support Forum / Apple.com)

Seit dem vergangenen Frühjahr mehren sich die Berichte von MacBook-Pro-Retina-Besitzern, die über teils deutlich sichtbare Flecken in der Beschichtung des Bildschirms ihrer Geräte klagen, die eigentlich Reflexionen verhindern soll. Die Defektstellen sind insbesondere bei direktem Licht wahrzunehmen und reichen von punktuellen Schäden bis hin zu breiten Streifen. Nun scheint Apple endlich reagieren zu wollen: Wie MacRumors schreibt, hat Apple intern bereits bekanntgegeben, dass es ein "Qualitätsprogramm" geben wird.

Dabei sollen die Retina-Bildschirme betroffener Kunden kostenlos ausgetauscht werden – und zwar innerhalb von drei Jahren nach dem ursprünglichen Kauf – beziehungsweise maximal ein Jahr nach dem 16. Oktober 2015. Wer bereits Geld für die Beseitigung der Flecken in die Hand genommen hat, kann zudem einen Ersatz seiner Auslagen beantragen, heißt es in dem Bericht. Eine Datenbank verzeichnete bis Mitte Juli über 2500 der sogenannten "Staingate"-Fälle, es wurde bereits von Nutzern eine Sammelklage erwogen.

Bislang hat Apple das Qualitätsprogramm noch nicht offiziell angekündigt. Abgewickelt wird es wohl über die Genius Bar in Apples eigenen Läden, über autorisierte Serviceprovider und vermutlich online. Offenbar will Apple nicht nur Bildschirme von MacBook-Pro-Retina-Käufern tauschen, sondern auch solche von Besitzers des MacBook Retina, das erst seit Anfang 2015 auf dem Markt ist – zumindest schreibt MacRumors von "MacBook" und "MacBook Pro".

Es ist unklar, warum die Beschichtung der Displays durch Standardbenutzung derart in Mitleidenschaft gezogen wird. So scheinen Tastatur und Trackpad Abdrücke zu hinterlassen und Mikrofasertücher und (eigentlich zulässige) Reinigungsmittel die Beschichtung beschädigen zu können. Apple scheint nun erkannt zu haben, dass das Problem an der Hardware selbst liegt – und nicht am Kunden. (bsc)