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Statt iTunes: Spotify will iOS-Nutzer zu Direktzahlungen bringen

US-Kunden des Streaming-Dienstes erhalten demnächst eine Mail, in der sie gebeten werden, den Premiumtarif doch besser direkt als über Apple abzuschließen. Das spare drei US-Dollar im Monat.

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(Bild: dpa, Jörg Carstensen/dpa)

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Nach Start des Konkurrenzdienstes Apple Music scheint der Streaming-Veteran Spotify zu versuchen, Apple das Geschäft etwas schwerer zu machen. Nutzer in den USA sollen demnächst eine E-Mail erhalten, in der Spotify sie dazu auffordert, ihr Premium-Abo doch besser direkt abzuschließen als über Apples App Store. Begründet wird dies mit der Tatsache, dass sich so 3 Dollar im Monat sparen lassen, berichtet The Verge.

Hintergrund: Schließt man ein Spotify-Premium-Abo direkt innerhalb von iOS ab, werden die üblichen 30 Prozent Provision für Apple fällig, die der Konzern von allen In-App-Transaktionen nimmt. Spotify gleicht dies aus, indem das Abo 3 Dollar (oder Euro) teurer ist als beim Direktkauf über die Spotify-App auf Mac und PC oder das Web.

Spotify hatte schon im Mai gegen diese "Apple-Steuer" gewettert. Musikdienste müssten ihr üblicherweise für 10 Dollar pro Monat angebotenes Abonnement um rund 30 Prozent erhöhen, um denselben Umsatz zu erzielen, wie dies Apple gelinge – damals noch mit Beats Music, heute kostet Apple Music genauso viel.

In der Spotify-Mail soll nun ausgeführt werden, dass der "normale" Spotify-Premium-Preis bei 10 Dollar liege, aber Apple 30 Prozent auf alle Zahlungen bei iTunes aufschlage. Es ist unklar, ob die Aktion auch nach Europa kommt. (bsc)