Steve Ballmer: Apple-Investment 1997 war "verrückt"

150 Millionen US-Dollar steckte Microsoft vor 18 Jahren in Apple – als der Mac-Hersteller kurz vor der Pleite stand. In einem Interview hat sich der Ex-Microsoft-Chef nun dazu geäußert.

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Steve Ballmer

Steve Ballmer – hier noch bei Microsoft.

(Bild: dpa, Britta Pedersen/Archiv)

Von
  • Ben Schwan

Eigentlich ist Steve Ballmer ja bei Microsoft in Rente – und kümmert sich unter anderem um sein Basketballteam in Los Angeles und eine Großinvestition in Twitter. Dennoch kommentiert der Ex-Microsoft-Chef gerne weiterhin die IT-Branche.

In einem Interview mit dem US-Wirtschaftssender Bloomberg hat sich Ballmer nun zu einer Geldspritze geäußert, die im Jahr 1997 Apple dabei half, seinen Überlebenskampf zu gewinnen: Damals entschied sich Microsoft, Aktien des Mac-Herstellers im Wert von 150 Millionen US-Dollar zu erwerben.

Diese Entscheidung sei "auf eine Art die verrückteste Sache" gewesen, die Microsoft jemals getan hätte. Der Softwareriese habe Apple damit gerettet, so Ballmer. Was er nicht erwähnte: Das Investment war keineswegs nur aus Wohltätigkeit erfolgt, sondern diente auch zur Beilegung eines Patentstreits um Windows 95 und QuickTime-Code, dessen sich Microsoft laut Apples Meinung bemächtigt hatte.

Ballmer sagte weiter, Apple habe einen "guten Job" bei seinem Wiederaufstieg erledigt – tatsächlich ist der iPhone-Hersteller mittlerweile an der Börse rund 257 Milliarden US-Dollar mehr wert als Microsoft.

In dem Bloomberg-Interview sprach Ballmer auch über den Konkurrenten Amazon, mit dem man sich im Cloud-Geschäft um Marktanteile streitet. (bsc)