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Steve Jobs interessierte sich 2010 für innovatives Auto

Der verstorbene Apple-Chef soll sich ein Jahr vor seinem Tod das sogenannte V-Vehicle angesehen haben, das als Prototyp vorlag. Er gab den Machern Tipps.

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Apple-Mitbegründer Steve Jobs starb im Oktober 2011.

(Bild: dpa, John Mabanglo/Archiv)

Dass sich Steve Jobs für ein Fahrzeugprojekt bei Apple interessiert hatte, ist schon seit längerem bekannt: Der im Oktober 2011 verstorbene Apple-Mitbegründer hatte schon 2008 mit "iPod-Vater" Tony Fadell über das Thema gesprochen. Einem neuen Bericht zufolge engagierte sich Jobs noch 2010 in dem Bereich. Wie der britische Guardian schreibt, traf sich der Apple-Chef im Frühjahr 2010 mit den Machern des sogenannten V-Vehicle, einem Auto, das zwar mit Benzin betrieben werden sollte, aber dafür neuartige Materialien nutzte.

Das Gefährt, hinter dem der Entwickler Bryan Thompson zusammen mit den Designern Tom Matano und Anke Bodack steckte, sollte dank Verwendung von Polypropylen und Glasfasermaterialien 40 Prozent leichter sein als ein vergleichbares Standardfahrzeug. Es hätte in der Produktion 70 Prozent Kosten eingespart, schätzten die Entwickler – auch dank einer "Space Frame"-Karosserie.

Jobs hatte sich bei Thompson per E-Mail gemeldet, da er als "informeller Berater" einer der V-Vehicle-Investoren agierte und sich gewünscht, das Fahrzeug zu sehen. Wenige Stunden später seien sie mit dem Prototypen vorgefahren, schreibt der Guardian. Jobs habe dann 15 Minuten in dem Fahrzeug verbracht und den Machern jede Menge Tipps gegeben. Dazu gehörten Ratschläge zum Design ("Lassen Sie das Material ehrlich sein") und der Produktion ("Hohe Präzision").

Aus dem V-Vehicle wurde schließlich nichts, das geistige Eigentum der Firma wurde allerdings interessanterweise von einem ehemaligen Mitglied des Board of Directors der Jobs-Firma NeXT übernommen. Dieser plant, das V-Vehicle in Italien umzusetzen. Ideen aus dem Auto stecken aber auch in Produktionsautos wie dem BMW i3 mit seinen besonders leichten Innenraummaterialien. (bsc)