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"Steves letztes Produkt": Besuch im Apple Park

Ein US-Magazin hat erste Einblicke in den neuen Campus des iPhone-Konzerns bekommen. Entwickler arbeiten in "Pods" – und es gibt eine Cafeteria mit Glastüren, die über vier Etagen reichen.

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"Steves letztes Produkt": Besuch im Apple Park

(Bild: Apple)

Apples neues Hauptquartier in Cupertino, der Apple Park, soll noch in diesem Frühjahr eröffnen. Nun hat der iPhone-Hersteller erstmals einen Journalisten in das fast fertige Gebäude vorgelassen. Der Wired-Autor Steven Levy durfte sich die baumbestandene Landschaft mit ihren künstlich aufgeschütteten Hügeln sowie "The Ring", den Raumschiff-artigen Hauptbau, näher ansehen.

Apple-Konzernchef Tim Cook sagte, der Apple Park sei "Apples größtes Projekt aller Zeiten". Die grundlegende Vision für das neue Hauptquartier, das wohl fünf Milliarden US-Dollar kosten wird, stammt bereits von 2004. Damals unterhielten sich Apple-Mitbegründer Steve Jobs und Designchef Jony Ive über einen Neubau. Schließlich wurde der berühmte britische Architekt Norman Foster, bekannt in Deutschland etwa durch die moderne Kuppel des Berliner Reichstags, hinzugezogen. Dieser erarbeitete verschiedene Entwürfe. Bevor Apple sich für den kreisrunden Bau entschieden hatte, waren auch ein Dreieck und ein propellerförmiges Gebäude angedacht.

Ive kümmerte sich um zahllose Details. So wurden eigene Wandverkleidungen aus recyceltem Holz, neue, höhenverstellbare Tische und Bürobeleuchtungen, Spezialbetoneinfassungen mit abgerundeten Ecken, Betontreppen, spezielle Treppengeländer und auch eigene Türgriffe gestaltet. Selbst eine spezielle Hartplastikhülle für den Transport von Pizzen von der Cafeteria ins Büro sei patentiert worden.

Mitarbeiter sitzen in sogenannten Pods, relativ kleinen Bürozellen, die sich durch das ganze Gebäude ziehen. Es gibt Einzelpods, aber auch größere für die Gemeinschaftsarbeit. Zudem kann man das ganze Gebäude über einen Gang umrunden. Alles sei so eingerichtet, dass Menschen miteinander mehr kommunizierten – ein Novum für Apple, wo auch intern viel Geheimhaltung betrieben wird.

Die gigantische Cafeteria des Apple Park kann 4000 Mitarbeiter fassen. Sie verfügt über Glastüren, die sich per Motor öffnen und schließen lassen. Sie sind so hoch wie vier Stockwerke. Das abgerundete Glas für "The Ring" kommt vom deutschen Hersteller Seele, der eigens neue Öfen bauen ließ. Auch die Baldachine zur Beschattung stammen von dem Glasspezialisten, wobei hier auch Jony Ive bei der Gestaltung geholfen haben soll.

Wired bezeichnet den Apple Park als "Steves letztes Produkt". Die meisten Details hätte der 2011 verstorbene Apple-Mitbegründer noch mitbestimmt – neben Jony Ive. Das Gebäude sei "Steves Geschenk an Apple", so Mitarbeiter des Konzerns. Es solle den Konzern für hundert Jahre und mehr prägen.

Apple Park – Apples neues Hauptquartier in Cupertino (7 Bilder)

Ab April wird "Apple Park" von ersten Mitarbeitern bezogen.
(Bild: Apple)

(bsc)