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Streit über Propagandafilm: Neue Klage gegen Apple in China

Die staatliche chinesische Fernsehkommission hat Apple sowie einen App-Anbieter verklagt – es geht um die Rechte an der Online-Ausstrahlung eines obskuren Propagandafilms aus den 90er-Jahren.

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Weihnachtsquartal Apple

(Bild: dpa, Adrian Bradshaw)

Frische juristische Probleme für Apple in China: Eine zur staatlichen Kommission für Fernsehen, Film und Radio gehörende Behörde hat eine Klage gegen den US-Konzern sowie den Anbieter einer populären Video-App eingereicht, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet.

Eine ebenfalls zu der Fernsehkommission gehörende Produktionsfirma sehe ihre Rechte für die Online-Austrahlung des Propagandafilms "Xuebo dixiao" als verletzt an, da dieser über die App Youku HD zugänglich ist. Dies habe zu "großen ökonomischen Verlusten" geführt. Nach Angabe der Nachrichtenagentur fordert der Kläger eine Kompensation von umgerechnet rund 7500 Dollar sowie weitere 3000 Dollar für Anwaltsgebühren.

Apple liegt inzwischen mit mehreren chinesischen Behörden im Zwist: Seit April gilt etwa eine Sperre für das digitale Spielfilmangebot des iTunes Stores sowie der E-Books-Verkaufsplattform. Jüngst hat eine Pekinger Behörde ein Verkaufsverbot für das iPhone 6 angedroht – wegen einer mutmaßlichen Verletzung der Patente eines praktisch unbekannten Smartphone-Anbieters.

Apple hatte im Mai eine Milliardeninvestition in den chinesischen Taxidienst Didi Chuxing angekündigt, wohl nicht zuletzt, um die Wogen zu glätten. Der Konzern macht inzwischen rund einen Viertel seines Umsatzes in China. (lbe)