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Studie: Mobile Banking und Wallet-Apps in Deutschland am Anfang

Während Online-Banking am PC zur Normalität geworden ist, verwenden nur wenige Deutsche ihr Handy für Bankgeschäfte. Ähnliches gilt für das Bezahlen mit dem Smartphone. Apple Pay und Google Wallet haben eine Aufholjagd vor sich, so eine neue Untersuchung.

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(Bild: dpa, Monica Davey)

E-Commerce-Einkäufe und Banking am heimischen Rechner sind mittlerweile normal in Deutschland. Für mobile Finanz-Apps und das Bezahlen per Handy gilt das aber nicht, besagt der "Trendmonitor Finanzdienstleistungen 2014", den die Marktforschungsfirma Nordlight nun publiziert hat. Laut der Untersuchung, für die 1.000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger ab 18 Jahren mit Girokonto, Internet-Anschluss und befragt wurden, nutzen aktuell nur zwei Prozent sogenannte Wallet-Apps, um kleinere Geldbeträge unterwegs per Smartphone zu begleichen.

Auch das Mobile Banking führe mit sechs Prozent Nutzern nur ein Nischendasein. Bargeld und EC-Karte brauchten sich hierzulande deshalb noch keine Sorgen zu machen – "im Unterschied zu anderen Hochtechnologieländern und sogar manchem Entwicklungsland, in denen das Mobile Payment bereits boomt", heißt es in der Untersuchung.

Verantwortlich für das Nischendasein des Mobile Payment in Deutschland seien primär die ausgeprägte Unkenntnis sowie "diffuse Sicherheitsbedenken" der Verbraucher. Erst knapp jeder Fünfte kenne überhaupt die Apps für das Bezahlen mit dem Handy. Diejenigen, die informiert sind, zeigen sich zur Hälfte skeptisch, "insbesondere aufgrund von Zweifeln an der Sicherheit sowie auch fehlendem Bedarf".

Für Apples neuen Bezahldienst Apple Pay, der im Herbst zunächst in den USA startete und bald nach Europa kommen könnte, verheißt das zunächst nichts Gutes. Laut Nordlight müssten die Anbieter, darunter auch Google mit seiner eigenen Wallet-Anwendung, erst erfolgreiche "Killer-Apps" entwickeln, um das Bezahlen per Bargeld oder Kreditkarte zu ersetzen. (bsc)