"Super Mario" für iOS: Nintendos mobile Preisexperimente

Wenn der heiß ersehnte Spieletitel mit dem berühmten Klempner Mitte Dezember für Apple-Geräte auf den Markt kommt, soll das auch ein Versuch sein, wieder mehr Geld für Apps zu verlangen.

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Der Mann mit der Mütze läuft ganz automatisch, nur springen muss man selbst: Mario in "Super Mario Run"

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Nintendo probiert bei seinem ersten iOS-Game mit der wohl populärsten Spielefigur des Unternehmens einen für den Markt relativ hohen Preis aus: 9,99 Euro soll die Freischaltung von Super Mario Run kosten, wenn man alle Game-Elemente nutzen will.

In-App-Experimente wagen die Japaner mit ihrem berühmten Klempner auf iPhone und iPad dagegen nicht: Man kann einige Level kostenlos antesten, dann wird einmal geblecht und das war's. Für die knapp 10 Euro könne man "Super Mario Run" komplett kaufen, kündigte die japanische Traditionsfirma am Dienstag an. Das Spiel soll am 15. Dezember erscheinen.

Damit widersetzt sich Nintendo einem Branchentrend. Unter den Smartphone-Spielen ist nach wie vor ein Geschäftsmodell besonders populär, bei dem das Spiel an sich kostenlos ist und Geld erst für virtuelle Objekte oder schnelleres Vorankommen fällig wird. Für manche Spiele wie etwa "Candy Crush Saga" ging diese Rechnung auf, für viele andere nicht.

Nintendo veröffentlichte bislang lediglich Titel für seine eigenen Konsolen – zu Preisen zwischen 30 und 60 Euro. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz der Smartphone-Games und sinkender Konsolen-Verkäufe bringt Nintendo nun doch "Super Mario" auf die Telefone – und setzt auf die Popularität seiner Figuren.

Von In-App-Geschäften kann Nintendo aber nicht ganz die Finger lassen. So kassiert die Tochter Pokémon Corporation bei "Pokémon Go" höchst erfolgreich für Spieleerleichterungen Geld und bei Miitomo, Nintendos erstem echten Smartphone-Titel, dreht sich auch vieles um die integrierte Spielewährung. Doch Mario wollen die Japaner offenbar nicht zu billig verkaufen. (mit Material der dpa) / (bsc)