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Swatch will sich "One More Thing" schützen lassen

Der berühmte Steve-Jobs-Ausspruch von Apple-Veranstaltungen soll künftig dem Schweizer Uhrenkonzern gehören. Die Marke scheint bereits aktiv zu sein. Swatch-Chef Hayek betonte unterdessen in einem Interview, keine Angst vor Apple zu haben.

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Swatch Group

Swatch-Chef Hayek.

(Bild: dpa, Laurent Gillieron)

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Wie Patently Apple berichtet, hat sich der Schweizer Uhrenkonzern Swatch Group eine Marke eintragen lassen, die man eigentlich mit Apple identifiziert. Mit dem Satz "One more thing" leitete der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs häufig den letzten Teil der Präsentationsveranstaltungen des Konzerns ein, bei dem dann zumeist die wichtigste Überraschung des Tages aus dem Hut gezaubert wurde. Auch Jobs-Nachfolger Tim Cook verwendete die Phrase bereits – bei der Vorstellung der Apple Watch.

Auch "Tick different" eingetragen

Laut Wirtschaft.ch-Datenbank hat sich Swatch "ONE MORE THING" als reine Wortmarke am 27. November 2014 bei der Swissreg eintragen lassen. Die Marke wird als "aktiv" bezeichnet und taucht auch bei der WIPO auf. Ein Einspruch scheint aber noch möglich zu sein.

Zu den abgedeckten Warenklassen gehören Uhren, Datenträger, Schmuck, wissenschaftliche Instrumente, Rechenmaschinen und Geräte zur Datenverarbeitung sowie Software. Es ist unklar, was Swatch mit der Marke vorhat. Der Konzern hat kürzlich zudem beantragt, "Tick different" eintragen zu lassen. Diese Marke erinnert wiederum an Apples berühmten "Think different"-Werbespruch aus den Neunzigerjahren.

Smartwatch-Trend "nicht verschlafen"

Swatch-Chef Nick Hayek hat in einem Interview mit dem Tagesanzeiger, das in der letzten Woche erschien, unterdessen noch einmal betont, er habe keine Angst vor Apple. Man müsse "nicht jedem Megatrend im Herdentrieb hinterherspringen", sagte er. Die Apple Watch sei "ein interessantes Spielzeug, aber keine Revolution".

Swatch habe den Trend auch nicht verschlafen, mit Touch Zero One und anderen Uhren sei man ebenfalls im Smartwatch-Geschäft. Hayek hält es aber nicht für sinnvoll, Computer fürs Handgelenk zu produzieren. "Diese Geräte, die alles können, fressen so viel Strom, dass sie keine 24 Stunden ohne Steckdose aushalten." (bsc)