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Swift-Entwickler wechselt zu Tesla: Apples Geheimhaltungspolitik angeblich ein Grund

Einem Bericht zufolge fühlte sich Swift-Entwickler Chris Lattner bei Apple durch die Geheimhaltungsvorgaben eingeschränkt, die unter anderem die Arbeit an quelloffenen Projekten erschwerten.

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(Bild: dpa, Monica Davey)

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Der Verlust des wichtigen Swift-Software-Entwicklers Chris Lattner an den Elektroautohersteller Tesla ist auch Apples strikter Geheimhaltungspolitik geschuldet, wie Business Insider unter Berufung auf eine Quelle berichtet. Lattner habe sich stets "eingezwängt" gefühlt in Hinblick auf die Dinge, über die er öffentlich sprechen konnte. Auch bei Einstellungen und in anderen Bereichen hätten durch die Geheimhaltung bestimmte Einschränkungen bestanden, die Mitarbeiter im Laufe der Zeit “zermürben können”, zitiert die Publikation einen “Entwickler-Freund” von Lattner.

Chris Lattner leitete bei Apple die Entwicklung der Programmierwerkzeuge, darunter Xcode und Swift Playground, er brachte zudem den Objective-C-Nachfolger Swift auf den Weg und zählte damit zu Apples entscheidenden Software-Entwicklern. Bei Tesla kümmert sich der Entwickler künftig um die Autopilot-Software, die das Auto eigenständig steuert.

Apples Geheimhaltung sei allerdings wohl kaum der einzige Grund für den Wechsel des Arbeitgebers gewesen, merkt Business Insider an – immerhin habe Lattner die Entwicklung von Swift bereits deutlich vorangebracht: Da das Projekt inzwischen quelloffen ist, habe sich eine große Entwickler-Community darum gebildet, ein guter Zeitpunkt, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Apple ist nach dem Tod von Steve Jobs in mehreren Bereichen von der zuvor strikten Geheimhaltung abgerückt, unter anderem bei der Bereitstellung zu Informationen etwa über die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern und die Mitarbeiterzusammensetzung in einem jährlich veröffentlichten Diversitätsbericht. Jüngst durfte außerdem Apples Sicherheitschef eine richtige Präsentation auf der Konferenz Blackhat geben und die AI-Forscher des Konzerns können ihre Arbeit erstmals publizieren. Zur Produktentwicklung schweigt Apple allerdings weiterhin – gerade beim iPhone sind inzwischen aber gewöhnlich fast alle Details vorab bekannt.

[Update 13.01.2017 20:55 Uhr] Seine Entscheidung habe nichts mit "Offenheit" zu tun, erklärte Lattner inzwischen auf Twitter. Der zitierte "Freund" sei entweder "fabriziert oder er spekuliert. Leute wollen Apple einfach nur schlecht aussehen lassen". (lbe)