Tablets: Apple an der Spitze eines weiter schrumpfenden Marktes

Die Tablet-Verkäufe gingen Marktforschern zufolge weltweit erneut deutlich zurück, das iPad konnte aber leicht zulegen. Wachstum gebe es nur noch bei Detachables wie iPad Pro und Microsoft Surface.

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Ein neues iPad hat Apple erst am Ende des ersten Quartals eingeführt.

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Apple bleibt der “unangefochtene” Marktführer im Tablet-Markt. Mit einem Wachstum von gut 2 Prozent hat Apple nach Einschätzung des Marktfoschungsunternehmens IDC den Marktanteil von knapp 25 Prozent im Vorjahresquartal auf nun knapp 29 Prozent ausbauen können. Dahinter folgt Samsung mit einem Anteil von knapp 17 Prozent aber deutlich rückläufigem Absatz: Die Auslieferungen schrumpften um 11,4 Prozent, schreiben die Marktforscher. Huawei konnte den Absatz im ersten Quartal 2018 um 13 Prozent steigern und erreichte diesen Zahlen zufolge einen Marktanteil von 10 Prozent.

Der globale Tablet-Markt sei zum Jahresanfang 2018 weiter eingebrochen, führt IDC aus, insgesamt seien nur noch 31,7 Millionen derartige Geräte ausgeliefert worden, knapp 12 Prozent weniger als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der globale Tablet-Markt im ersten Quartal 2018.

(Bild: IDC)

Besonders die Nachfrage traditioneller Tablets sinke stark, nur bei den Detachables – Geräten mit ansteckbarer Hardware-Tastatur – wie dem iPad Pro und Microsofts Surface gebe es leichtes Wachstum, so IDC – auch Google werde hier nun mit Chrome OS zu einem “ernsthaften Konkurrenten”.

Nach mehreren Jahren kontinuierlich rückläufiger iPad-Verkäufe konnte Apple seit Mitte vergangenen Jahres wieder leichte Zuwächse verzeichnen, iOS 11 brachte mehrere wichtige Neuerungen für das iPad. Jüngst führte der Konzern ein neues Einstiegs-Modell mit Apple-Pencil-Unterstützung ein, allerdings erst zum Ende des ersten Quartals – es wird in den Zahlen nicht berücksichtigt.

In den kommenden Monaten werden neue Modelle des zuletzt im Sommer 2017 aktualisierten iPad Pro erwartet, die möglicherweise größere Änderungen nach Art des iPhone X umfassen: So ist die Integration der Gesichtserkennung Face ID im Gespräch – und ein Verzicht auf den Home-Button. (lbe)