Telekom streicht Netzsperre für iPhone 4S

Der Netzbetreiber bindet neu erworbene iPhones nicht mehr länger an das eigene Netz – damit verzichtet auch der letzte große Anbieter des Apple-Smartphones in Deutschland auf einen Netlock.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 94 Beiträge
Von
  • Leo Becker

Die Deutsche Telekom vertreibt das iPhone 4S in Deutschland nun ohne Netzsperre. Somit ist das Gerät für Neukunden nicht mehr länger auf SIM-Karten des Netzbetreibers begrenzt. Diese Änderung, die auch das iPhone 4 mit 8-GB-Speicherplatz einschließt, bestätigte eine Unternehmenssprecherin gegenüber Mac & i – bei der Aktivierung eines neu erworbenen iPhones erfolge die Entsperrung über iTunes automatisch. iPhone-Ticker.de hatte über den Netlock-Verzicht des Netzbetreibers vorab berichtet.

Künftig nicht mehr nötig: iPhone-Entsperrung per Web-Formular nach 24 Monaten

Bislang war das iPhone über die zweijährige Vertragslaufzeit fest an das Netz der Telekom geknüpft und akzeptierte in diesem Zeitraum keine SIM-Karten anderer Anbieter – die Entsperrung erfolgte kostenfrei erst nach 24 Monaten oder bei Prepaid-Geräten nach 12 Monaten zum Preis von 50 Euro. Für Bestandskunden ändert sich nichts, diese können ihr iPhone weiterhin erst nach Ablauf der Vertragslaufzeit vom Netlock befreien.

Der einstige iPhone-Exklusivanbieter war der letzte offizielle Anbieter des Apple-Smartphones in Deutschland, der noch auf einem iPhone-Netlock verharrte. Vodafone verkauft das subventionierte iPhone 4S bereits seit Herbst 2011 ohne Netzsperre. Apple bietet das iPhone hierzulande seit Herbst 2010 ohne Netz- und Vertragsbindung zum vollen Preis an; O2 vertreibt das iPhone ebenfalls ohne Netzsperre, subventioniert es allerdings auch nicht.

Ob die Deutsche Telekom auch bei künftigen iPhone-Generationen auf eine Netzsperre verzichtet, bleibt offen – zu diesem Punkt wollte der Netzbetreiber noch keine Aussage treffen. Branchenbeobachter erwarten den iPhone-4S-Nachfolger im Herbst. (lbe)