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"Textbomben"-Gefahr: iOS 11.2.5 kann nicht mehr installiert werden

Apple hat aufgehört, die vorletzte Version seines Mobilbetriebssystems zu signieren. Damit ist eine Rückkehr auf das fehlergeplagte System nicht mehr möglich.

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iPhone X

Wer Probleme mit iOS 11.2.6 hat, kann nicht mehr auf die Vorversion wechseln. Apple hat Berichten zufolge zum Wochenende damit aufgehört, iOS 11.2.5 zu signieren. Damit verweigern iPhone, iPad und iPod touch die Installation des Mobilbetriebssystems, weil die Signaturprüfung scheitert.

Apple neigt dazu, Downgrades auf frühere iOS-Versionen einige Wochen nach dem Release eines Updates zu unterbinden. Das ärgert insbesondere Jailbreaker, die auf ältere Systemstände zurückwechseln möchten, für die es öffentlich bekannte Exploits gibt. Der aktuell für iOS 11 verfügbare Jailbreak ("Electra") ist allerdings nur unter iOS 11.0 bis iOS 11.1.2 lauffähig.

iOS 11.2.5 und die Vorversionen enthielten einen nervigen Bug, der sich über das Versenden bestimmter Zeichenkombinationen aus der Ferne ausnutzen ließ – etwa per iMessage. Die sogenannte Textbombe brachte sie empfangende Apps zum Absturz und versetzte das iOS-Gerät schlimmstenfalls in einem Crash-Loop. Wer den Neustart manuell erzwang, während der durch die Textbombe gecrashte Prozess Springboard noch eingefroren ist, konnte in einer Resetschleife landen.

Apple scheint mit dem schnellen Ende der Signierung von iOS 11.2.5 verhindern zu wollen, dass Nutzer Opfer dieser Angriffsform werden. iOS 11.2.6 war am 19. Februar offiziell erschienen; die ebenfalls betroffenen Betriebssysteme tvOS, watchOS und macOS erhielten zum gleichen Zeitpunkt Aktualisierungen.

iOS 11.2.6 behebt laut Nutzerangaben auch Bugs im Zusammenhang mit der Anbindung verschiedener Automodelle. Ford-Fahrzeuge mit Sync-3-Enterainment-System ließen sich mit iOS 11.2.5 unter Umständen nicht mehr vom iPhone aus ansprechen. Dies betraf sowohl die Musikübertragung als auch Fords AppLink-Technik, mit der Autodaten ans iPhone geschickt werden können. (bsc)