Thunderbolt: Billigere Kabel erst im nächsten Jahr

Derzeit bezahlt man aufgrund der eingebauten Elektronik 50 Euro und mehr für die Highspeed-Anbindungen. Kombinierte Signalprozessoren könnten das ändern.

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Von
  • Ben Schwan

Branchenexperten glauben, dass Thunderbolt-Kabel noch bis mindestens 2013 vergleichsweise teuer bleiben werden. John Mitchell, Marketingmanager beim Signalprozessor-Hersteller Intersil, sagte gegenüber dem Fachdienst Ars Technica, derzeit setzten die für 50 bis 60 Euro verkauften Highspeed-Strippen stets einen Transceiver von Genum ein, der aktuell von Semtech gebaut wird. Dieser bestehe aus Silizium-Germanium, was ihn teuer mache. Daneben sei noch ein separater Microcontroller integriert, sowie Chips für Power-Management und Spannungsregulierung. Die aktiven Kabel benötigten damit an jedem Ende jeweils vier ICs. Dies habe den Vorteil, dass Thunderbolt in Verbindung mit ordentlichem Kupfer sehr robust gegen Störungen sei.

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Mitchell glaubt aber, dass spätestens im nächsten Jahr eine Miniaturisierung beginnt, die auch Preise senken könnte. Intersil arbeite derzeit an einer "Active Cable IC Solution for Thunderbolt Technology", bei der Microcontroller und Transceiver in einem einzelnen Signalprozessor zusammengefasst sind und Power-Management und Spannungsregulierung in einem zweiten Chip. Die Bauteile sollen außerdem in einem günstigeren 40nm-CMOS-Prozess hergestellt werden. Ein weiterer Vorteil: Es wird weniger Platz benötigt. Intersil ist laut Ars Technica derzeit der einzige Anbieter, der eine vergleichbare schlüsselfertige Lösung plant. Erste größere Stückzahlen sollen zum Ende des Jahres verfügbar sein. (bsc)