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Tim Cook: AirPods boomen, iPad wieder da, Services kein Hobby mehr

Der Apple-Chef hat sich zu den jüngsten Quartalszahlen des Konzerns geäußert. Der war an der Börse wieder eine Billion wert.

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Hat wieder mehr Freude an Apples Zahlen: Tim Cook.

(Bild: dpa, Monica Davey)

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Tim Cook erlebt gerade eine gute Woche. Die am Dienstag vorgelegten Apple-Quartalszahlen fielen – trotz Umsatz- und iPhone-Verkaufsrückgang – besser aus als erwartet und die Wall Street findet das richtig gut. Am 1. Mai, der in den USA kein Feiertag war, überschritt der Unternehmenswert des Konzerns erstmals wieder die psychologisch wichtige Marke von einer Billion US-Dollar. Diese wurde zwar nicht über den Börsenschluss gehalten, symbolreich war das Ereignis jedoch schon.

Cook hatte sich zuvor bei einer Telefonkonferenz vor Investorenvertretern und Analysten zusammen mit Apple-Finanzchef Luca Maestri optimistisch gezeigt. So geht es etwa dem iPad endlich wieder richtig gut. Die Umsätze der Tablet-Sparte stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 um satte 22 Prozent auf fast 5 Milliarden Dollar, ein Wachstum, das es in dieser Geschwindigkeit seit sechs Jahren nicht mehr gab. Zudem seien, so Cook, mehr als die Hälfte der iPad-Kunden Erstkäufer gewesen. Das iPad Pro, das neue iPad mini und das iPad Air 3 scheinen bei der Konsumentenschaft gut anzukommen.

Ein Highlight war auch das Servicegeschäft. Die Einnahmen aus Apple Pay, iTunes, App Store oder Apple Music wuchsen um 16 Prozent auf nun 11,45 Milliarden Dollar. Ein Ausgleich für das um 17 Prozent auf 31 Milliarden zurückgegangene iPhone-Geschäft ist das aber (noch) nicht.

Cook betonte, Apples Vorgehen im Servicesektor sei kein Hobby mehr. Apple TV+ kommt demnächst und es scheint wohl darauf hinauszulaufen, dass der neue Dienst mit eigenen Serien und Filmen kostenpflichtig wird. Cook deutete an, dass Apple TV+ einer der zunehmend beliebten Over-the-Top-Dienste werde, bei denen Fernsehinhalte per Internet zu empfangen sind. Preise hat der Konzern bislang nicht genannt; nach gratis klingen Tim Cooks Aussagen aber nicht.

Apples Wearables-Abteilung, die neben der Apple Watch auch den Bereich HomePod und das Zubehörgeschäft – hier insbesondere die AirPods – umfasst, ist mittlerweile so groß wie eine Fortune-200-Firma. Cook betonte vor Analysten insbesondere die Wichtigkeit der AirPods. Die seien längst ein "kulturelles Phänomen" geworden. Mit 5,1 Milliarden Dollar Umsatz ist der Bereich so groß wie das iPad. Der Mac liegt mit 6,4 Milliarden aber noch etwas drüber.

Die Rechnerabteilung litt laut Angaben von Cook und Maestri im Quartal insbesondere darunter, dass es Verzögerungen bei den Chiplieferungen durch Intel gab. Ohne diese hätten sich Macs besser verkauft als im Vorjahr, so die Manager. Die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass es hier insbesondere um das MacBook Air ging. Dieses wollte Apple offenbar deutlich früher renovieren, als es dann gelang.

Im Bezug auf das iPhone, Apples wichtigstes und lukrativstes Produkt, glaubt der Konzern daran, die Wende geschafft zu haben. November und Dezember seien die schlimmsten Monate gewesen, der Abfall für das kommende Quartal wird von Apple als geringer angenommen. China bleibt ein Problem, während es im Westen wieder Wachstum gibt. Im Reich der Mitte will Apple nun aber mit Preisreduktionen, einem aggressiven Trade-In-Programm und anderen Marketingmaßnahmen punkten. Zudem sind die Umsatzsteuerkosten gesunken, was Apple womöglich hilft.

Zur Einigung mit Qualcomm im Modemchip-Streit sagte Cook, diese sei für beide Unternehmen wichtig gewesen. Man sei froh, dass die rechtlichen Auseinandersetzungen beigelegt sind. Auch über das mehrjährige Lieferabkommen ist der Apple-Chef froh. Wann es 5G-Technik in Apple-Produkte schafft, wollte Cook nicht mitteilen.

[Update 03.05.19 8:39 Uhr:] Apple überschritt die Marke zum Billionen-Konzern auch deshalb zum Börsenschluss nicht, weil das Unternehmen erneut signifikant Aktien zurückgekauft hat, die nun verrechnet wurden.

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(bsc)