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Tim Cook: Apple hat professionelle Nutzer angeblich nicht vergessen

Seit 2013 hat Apple seine Mac-Pro-Workstation nicht überholt. Auf Fragen eines Aktionärs gab Konzernchef Cook nun an, man wolle "mehr" in diesem Bereich tun.

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Tim Cook Porträt (Gemälde)

Apple-Chef Cook – hier in Gemäldeform.

(Bild: Thierry Ehrmann CC-BY 2.0<br>)

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Tim Cook hat sich bei der Hauptversammlung zum vernachlässigten Pro-Bereich des Konzerns geäußert. Auf die Frage eines Aktionärs, wie es mit dem Bekenntnis Apples zur Community der professionellen Anwender aussehe, sagte er, es sei zu erwarten, dass das Unternehmen "mehr im Pro-Bereich" tue. "Die kreative Gemeinschaft ist sehr wichtig für uns", so Cook. Nähere Angaben dazu, was das konkret bedeutet, machte der Apple-CEO nicht. Er betonte aber, nicht nur das iPhone sei für Apple wichtig.

Professionelle Anwender wurden von Apple seit 2013 nicht mehr mit neuen Desktop-Workstations bedacht. Der im Dezember 2013 erstmals erschienene Röhren-Mac-Pro wurde bislang nicht überholt und wird erstaunlicherweise weiterhin zu Preisen ab 3400 Euro offeriert. Ob die Baureihe eingestellt oder verbessert wird, ist völlig unklar – Apple äußert sich dazu bislang nicht. Die Maschinen sind schwer zu erweitern, da sie keine PCIe-Karten akzeptieren, die gesamte Zusatztechnik soll per Thunderbolt 2 angeschlossen werden. Manche Videoprofis wechseln laut eigenen Angaben mittlerweile insbesondere wegen der fehlenden besseren Grafikkarte zu Windows.

Bei der Hauptversammlung äußerte sich Cook auch zu der Frage, ob der Mac einen Touchscreen bekommt. Man spreche ungern über noch unveröffentlichte Produkte. Es sei aber zu erwarten, dass Apple das iPad mehr und mehr zu einem "Laptop-Ersatz" mache. Es sei aber nicht als Mac-Ersatz gedacht. "Der Mac macht so viel mehr." Ein Verschmelzen von iPad und Mac lehnt Cook weiterhin ab. "Wenn man diese beiden Welten kombiniert, verliert man die Einfachheit der einen und die Mächtigkeit der anderen."

Zu Apples neuen komplett drahtlosen Ohrstöpseln AirPods sagte Cook, sie seien "ein kulturelles Phänomen". Die Kopfhörer sind allerdings nach wie vor nur schwer zu haben. So listet der Apple Online Store eine Lieferfrist von sechs Wochen.

Auf der Hauptversammlung teilte Cook auch mit, dass die Veranstaltung die letzte an Apples Stammsitz am Infinite Loop sei. "Nächstes Jahr werden wir Sie in das Steve Jobs Theater einladen." Gemeint ist damit der neue Veranstaltungsbereich in Apples zweitem Campus, dem "Apple Park".

Update: Mac & i hat sich in der aktuellen Ausgabe 1/2017 mit dem Thema Mac-Kauf in diesen Zeiten beschäftigt – und nennt Alternativen, was man tun kann, wenn man mit dem Angebot aus Cupertino unzufrieden ist. (bsc)