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Tim Cook: Bei Apple fand ich den Sinn des Lebens

Nach 15 Jahren erfolgloser Suche nach dem Sinn des Lebens sei er bei Steve Jobs und Apple fündig geworden: der Menschheit zu dienen. Das sagte Apple-Chef Tim Cook gegenüber frischgebackenen MIT-Absolventen.

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Tim Cook an Rednerpult

Tim Cook bei seiner Rede an die "MIT Class of 2017"

(Bild: Dominick Reuter/MIT)

15 Jahre lang habe er nach dem Sinn des Lebens gesucht, berichtete Apple-Chef Tim Cook am Freitag bei einer Rede an die jüngsten Absolventen des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Erst Steve Jobs habe ihm vor 20 Jahren die einfache Antwort aufgezeigt: "Vor dem Zeitpunkt hatte ich nie einen Führer mit solcher Leidenschaft getroffen, oder eine Firma mit einer solch klaren und überzeugenden Aufgabe: der Menschheit zu dienen."

Timothy Donald Cook (Duke '88)

(Bild: Jake Belcher/MIT)

Selbiges stellte der Redner auch den neuen MIT-Absolventen anheim: "Die Frage, die Sie hoffentlich weitertragen werden von hier, ist: Wie werden Sie der Menschheit dienen?" Technik werde dabei helfen, einige der drängendsten Probleme zu lösen. Aber: "Technik alleine ist nicht die Lösung", warnte Cook, "Und manchmal ist sie sogar Teil des Problems."

Cook warnte vor "potenziell abträglichen Konsequenzen" der omnipräsenten Technik. "Bedrohungen für die Sicherheit, Bedrohungen für die Privatsphäre, Fake News, Soziale Netze die antisozial werden", nannte der Apple-Chef als Beispiele. "Manchmal entzweit uns die Technik, die dazu gedacht ist, uns zu verbinden."

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Bereits vor 2 Jahren riet Cook Uni-Absolventen, sich einzumischen, um "Probleme zu lösen und Ungerechtigkeiten zu beenden".

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Technik könne Großes erreichen, wolle das aber nicht. Technik wolle selbst nämlich gar nichts. Entscheidend sei, was die junge Generation damit mache. "Ich sorge mich nicht vor einer künstlichen Intelligenz, die Computern ermöglicht, wie Menschen zu denken", sagte Cook in seiner mit Apple-Werbung gespickten Ansprache. "Ich habe mehr Angst vor Menschen, die wie Computer denken, ohne Werte oder Mitgefühl, ohne an Konsequenzen zu denken." Vor solchen Leuten hätten die MIT-Absolventen die Menschheit zu schützen.

Schließlich gab Cook den Adressaten noch Tipps mit auf den Lebensweg: "Hören Sie nicht auf Trolle, und um Gottes Willen werden Sie keiner. Messen Sie ihren Einfluss auf die Menschheit nicht in Likes, sondern in den Leben, die Sie berühren, nicht in Beliebtheit, sondern anhand der Menschen, denen Sie dienen." Karriere und Mitgefühl zu trennen, sei ein falscher Grundsatz. Und die Akademiker müssten den Mut beweisen, für die gute Sache einzutreten: "Wenn Sie ein Problem oder eine Ungerechtigkeit sehen, müssen Sie begreifen, dass niemand anderer als Sie selbst es richten wird."

Tim Cooks Rede (enthält Produktplatzierungen)

(ds)