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Tim Cook: Diversität ist Apples Zukunft

Kulturelle Vielfalt mache Apple zu einer besseren Firma, betonte der Apple-Chef in einem Interview. Man müsse jungen Frauen Vorbilder liefern und zeigen, dass es "cool" ist in der Technik-Branche zu arbeiten.

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Apple-Chef Tim Cook

(Bild: dpa, Tobias Hase)

Apple-Chef Tim Cook hat in einem Interview von Mashable dafür plädiert, dass die Technik-Branche mehr weibliche Vorbilder benötigt – um bei Frauen und Mädchen mehr Interesse zu wecken. Weder Apple noch andere Unternehmen hätten in dieser Hinsicht bislang genug geleistet. Der niedrige Frauenanteil in der Branche ist eigenverschuldet, betonte Cook – "wir haben nicht genug getan, jungen Frauen zu zeigen, dass es cool ist und viel Spaß machen kann" in diesem Sektor zu arbeiten.

Apples Zukunft liege in der Diversität, glaubt Cook: "Die kulturell vielfältigste Gruppe wird die besten Produkte hervorbringen" – mehr Vielfalt mache den Konzern insgesamt besser. Apple wolle sich mehr um weiblichen Nachwuchs bemühen, aber auch verstärkt mit Universitäten zusammenarbeiten, die vorwiegend von Schwarzen besucht werden.

In dem Interview hat der Apple-Chef zudem angedeutet, dass der iPhone-Hersteller die WWDC-Eröffnungsveranstaltung am Montag nicht mehr rein mit männlichen Rednern bestreitet. Auf höchster Führungsebene (Senior Vice President) gibt es bei Apple jedoch nur eine Frau – Retail-Chefin Angela Ahrendts. Auf VP-Ebene sind zwei weitere Frauen für die Personalabteilung und die Umweltbemühungen zuständig.

Für die Entwicklerkonferenz WWDC hatte Apple zuletzt die Zahl der Stipendienplätze erhöht, die einen kostenlosen Zugang verschaffen – und arbeitet mit verschiedenen Organisationen zusammen, um Minderheitengruppen stärker zu berücksichtigen. Nach Apples Diversitätsbericht aus dem vergangenen Jahr liegt der Männeranteil in dem Konzern bei 70 Prozent. Man arbeite aber daran, dies zu verbessern, erklärte Cook damals. (lbe)