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"Today at Apple": Konzern baut Workshop-Programm aus

Mit einer neuen Initiative will Apple die Läden zum Treffpunkt machen: Kostenlose Workshops sollen Kunden in die inzwischen knapp 500 Geschäfte locken und Produkte des Konzerns im Einsatz demonstrieren.

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Die Illustratorin Jessica Hische auf einem Workshop im Apple Store.

(Bild: Apple)

Ab Mai soll in allen 495 Apple-Ladengeschäften ein erweitertes Workshop-Programm angeboten werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die kostenlosen Veranstaltungen – ”Today at Apple” genannt – sollen von Foto und Video über Musik, Kunst und Design bis hin zu Programmieren etliche Themenbereiche abdecken. In ausgewählten Städten werden die Workshops auch durch “Künstler von Weltrang” gehalten, verspricht Apple.

Das über 60 Workshops umfassende Programm soll sich an alle Altersstufen richten und Kunden mit unterschiedlichem Kenntnisstand gezielt ansprechen. Für Lehrkräfte und Familien sind spezielle Workshops geplant, die etwa Lehrer im Einsatz von Apples Hard- und Software im Bildungssektor heranführen sollen. In anderthalbstündigen “Studio Hours” können Besucher eigene Projekte aus Bereichen wie Kunst, Design und Präsentationen mitbringen und sich dazu Rat holen, erklärt das Unternehmen.

Genius Grove ersetzt die Genius Bar in den Apple Stores.

(Bild: Shara Tibken)

Jeder Store erhalte neue Ausrüstung für die Workshops, darunter spezielle “mobile Bildschirme”. Apple hat im vergangenen Jahr weitreichende Änderungen bei der seit inzwischen über 15 Jahren betriebenen Ladenkette angekündigt: Die Geschäfte sollen zu einem allgemeinen Treffpunkt werden, betonte Retail-Chefin Angela Ahrendts in einem Interview. Wenn “Meet me at Apple” in den Sprachgebrauch der Generation Z einfließt, dann wisse sie, dass man einen großartigen Job gemacht habe.

Im vergangenen Jahr hat Apple bereits zahlreiche Änderungen für die Geschäfte in Aussicht gestellt, aus der "Genius Bar" wird zum Beispiel die "Genius Grove": An die Stelle des schon in den ersten Filialen installierten Tresens tritt ein "Hain" in Gestalt mehrerer Bäume mit Sitzgelegenheit, bei denen Kunden Hilfe bei Hard- und Software-Problemen erhalten sollen. Die Änderung solle mehr Ruhe vermitteln, statt an eine lärmende Bar zu erinnern, erklärte Ahrendts bei der Einführung im verfgangenen Jahr. Ende April wird das Unternehmen einen dritten Laden in den Arabischen Emiraten eröffnet – im Einkaufszentrum Dubai Mall.

Die ersten beiden Stores hat Apple im Mai 2001 eröffnet, einen im US-Bundesstaat Virginia und einen weiteren in Glendale, Kalifornien, in der Nähe von Los Angeles. Die Geschäfte dienen nicht nur als Werbefläche und Support-Anlaufstelle, sondern sie gelten auch als extrem lukrativ: Kein US-Retailer erzielte in den vergangenen Jahren nach Verkaufsfläche gerechnet mehr Umsatz. (lbe)