Menü
Mac & i

Touch ID: iCloud-Sync für Fingerabdrücke taucht in Apple-Patentschrift auf

Apple erwägt in einem frisch veröffentlichten Patentantrag den Abgleich biometrischer Daten über die Cloud. Auch einen Home-Button-Joystick will der Konzern schützen lassen.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 141 Beiträge
Apple iPhone

(Bild: dpa, Kay Nietfeld)

Um das Hinterlegen von Fingerabdrücken auf verschiedenen Geräten zu vereinfachen, hat Apple in einem am Donnerstag veröffentlichten Patentantrag die Synchronisation der Daten per iCloud vorgeschlagen. Techniken zur Erkennung von Fingerabdrücken seien "zuverlässig und weithin eingesetzt", führt Apple aus – das Hinterlegen der biometrischen Merkmale könne aber schnell mühsam werden, beispielsweise wenn Fingerabdrücke verschiedener Nutzer auf mehreren Geräten zum Einsatz kommen sollen.

Fingerabdruck-Download über die Cloud

Dem Antrag zufolge bezieht ein zweites Gerät die auf dem ersten Gerät hinterlegten Fingerabdrücke aus der Cloud, falls der Nutzer sich erfolgreich mit seinem Fingerabdruck anmeldet – zusätzlich könnten die Fingerabdrücke mit einem Account wie der Apple-ID verknüpft werden, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Entsprechend wäre es auf einem iPad nicht länger erforderlich, den Touch-ID-Sensor erneut mit Fingerabdrücken zu füttern, wenn diese bereits auf dem iPhone eingerichtet wurden. Das System lasse sich auch für andere biometrische Daten wie Gesichts- und Venenerkennung, Retina-Scanner oder einen Poren-Sensor verwenden, schreibt der Konzern.

Dass Apple den Cloud-Abgleich von Touch-ID-Daten konkret plant, scheint jedoch wenig wahrscheinlich: Seit der Einführung des Fingerabdruckscanners mit dem iPhone 5s betont das Unternehmen, dass die Daten ausschließlich lokal gespeichert und niemals zu iCloud hochgeladen werden. Zu Beginn war Touch ID auf das Entsperren des iPhones und Einkäufe im App- sowie iTunes-Store begrenzt, inzwischen kommt der Fingerabdrucksensor auch für Apple Pay zum Einsatz – Dritt-Entwickler können die Funktion außerdem als Alternative zu einer PIN- oder Passwortabfrage in ihrer App verwenden.

iPhone mit ausfahrbarem Home-Button

Ein weiterer am Donnerstag vom US-Patent- und Markenamt veröffentlichter Antrag unterstreicht, dass sich der Konzern unzählige Konzepte schützen lässt, die nur in den seltensten Fällen zu einem konkreten Produkt reifen: Das dort aufgeführte "Multifunktions-Eingabegerät" zeigt einen Joystick-Modus für den Home-Button: Ein Druck auf den iPhone-Knopf lässt diesen dem Antrag nach aus dem Gehäuse hervortreten und dient dann als jederzeit parates Eingabegerät für Spiele. (lbe)