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Trotz schlechterer iPhone-Verkäufe: Apple verdient 11 Milliarden Dollar – und zahlt Aktionären mehr

Der Konzern verkaufte etwas weniger Smartphones als im Vorjahresquartal, dafür mehr Macs. Das iPad schrumpft weiter. Für Aktienrückkäufe und Dividenden will Apple jetzt bis zu 300 Milliarden Dollar ausgeben.

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Apple

(Bild: dpa, Paul Miller)

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Apple hat am Dienstagabend die Quartalszahlen für sein zweites Finanzquartal, das am 1. April endete, mitgeteilt. Der Konzern konnte seinen Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern. Insgesamt wurden 52,9 Milliarden US-Dollar erlöst, bei einem Profit von 11 Milliarden Dollar. Im 2. Quartal 2016 waren es 50,6 Milliarden Dollar Umsatz bei einem Gewinn von 10,5 Milliarden. Der Profit lag mit 2,10 Dollar pro Aktie etwas höher als von der Börse erwartet (2,02 Dollar). Allerdings fiel der Umsatz etwas geringer aus als in den Wall-Street-Prognosen. Nachbörslich gab die Aktie gegen 23 Uhr 30 mitteleuropäischer Zeit um 2,2 Prozent nach.

Die Verkäufe beim iPhone sanken leicht, was die Börse ebenfalls enttäuschte – insgesamt wurden 50,8 Millionen Geräte verkauft, 1,1 Millionen weniger als im Vergleichszeitraum 2016. Beim Mac ging es – wohl vor allem dank der mittlerweile endlich rund laufenden Auslieferung des im Herbst vorgestellten MacBook Pro – nach oben: Von 4,03 Millionen Einheiten auf 4,20 Millionen.

Das iPad konnte sich erneut nicht fangen: Die Tablet-Verkaufszahlen bei Apple gingen von 10,25 Millionen im 2. Finanzquartal 2016 auf nun 8,92 Millionen herunter. Apple hatte im März ein verbilligtes Einsteiger-iPad vorgestellt, das allerdings noch kaum Auswirkungen auf das Quartal gehabt haben dürfte. Auch beim iPhone gab es eine kleine Neuerung: Der Konzern führte eine rote Gehäuseversion des iPhone 7 ein.

Man sei "stolz" auf ein "starkes März-Quartal", so Apple-Chef Tim Cook in einer Stellungnahme. Man sehe "weiterhin eine robuste Nachfrage beim iPhone 7 Plus". Das Service-Geschäft erlebe ein "starkes Momentum" und habe in einem 13-wöchigen Quartal noch nie so hohe Umsätze verzeichnet. Insgesamt wuchs die Sparte um 18 Prozent. Der Bereich "Andere Produkte", in dem Apple unter anderem Apple Watch, Apple TV, iPod, Beats-Hardware und Zubehör (darunter AirPods) zusammenfasst, verzeichnete gar ein Umsatzplus von 31 Prozent.

Apple kündigte einen Ausbau seines Dividenden- und Aktienrückkaufprogramms an. Im März-Quartal seien 10 Milliarden Dollar an Investoren gegangen, so Finanzchef Luca Maestri. Man werde weitere 50 Milliarden drauflegen, so dass bis März 2019 insgesamt 300 Milliarden Dollar an Aktionäre zurückfließen sollen. Apples Bestand an Barmitteln wuchs unterdessen auf 256,8 Milliarden Dollar. Der größte Teil davon lagert außerhalb der Vereinigten Staaten. Für das nächste Quartal kündigte Apple Umsätze zwischen 43,5 und 45,5 Milliarden Dollar an, bei einer Marge zwischen 37,5 und 38,5 Prozent. (bsc)