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Trump: 10-Prozent-Importzoll auf iPhones und Macs möglich

Im China-Handelskonflikt kann sich der US-Präsident einen Zollaufschlag für Apple-Produkte aus dem Land vorstellen. "Die Leute kämen damit problemlos zurecht."

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Donald J. Trump im Weißen Haus.

(Bild: dpa, Susan Walsh)

Der amerikanische Präsident Donald J. Trump hat damit gedroht, dass Apple-Produkte künftig mit Strafzöllen belegt werden könnten, wenn sie weiterhin in China produziert werden. Vor Abfahrt zu einem Termin in Mississippi sagte er zu Reportern vor dem Weißen Haus, dass iPhones und Laptop-Rechner von Apple, die aus China importiert werden, möglicherweise von neuen Importzöllen im Handelskonflikt mit dem Reich der Mitte betroffen sein können, berichtet das Wall Street Journal.

"Vielleicht, vielleicht", sagte er wörtlich, "es hängt von der Rate ab". Zuvor hatten Mitglieder seiner Regierung sich dafür ausgesprochen, Produkte wie die von Apple von zusätzlichen Strafzöllen auszunehmen – bislang war dies dem Konzern erfolgreich gelungen. So sollen verschiedene Apple-Watch-Modelle und die komplett drahtlosen Ohrstöpsel AirPods von einer ursprünglichen Liste mit neuen Importgebühren gestrichen worden sein. Apple stellt nahezu alle Produkte in China her und nutzt dazu Fertiger wie Foxconn.

Trump sieht in Strafzöllen auf iPhones oder Macs kein Problem. "Ich meine, ich könnte sie auf 10 Prozent setzen und die Leute kämen damit problemlos zurecht." Was dies für Apples Verkäufe bedeuten würde ist unklar. Diese sollen – so behaupten zumindest Analysten – etwa beim iPhone XS oder XR sowieso schon schwächeln. Die Apple-Aktie leidet seit Wochen, auch wenn die Anteilsscheine am Montag im Rahmen einer allgemeinen Marktberuhigung um 1,35 Prozent anzogen.

Die US-Regierung steht in intensiven Verhandlungen mit China. Trump möchte, dass das Land seinen Markt für US-Produkte stärker öffnet und zudem geistiges Eigentum der USA nicht stiehlt. "Der einzige Deal wäre, wenn China sein Land für Wettbewerber aus den USA öffnen würde." Das liege ganz bei China, so Trump. Ein Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ist Ende der Woche in Argentinien geplant, wo sich die G20 in Buenos Aires trifft.

Ob die Verhandlungen zielführend sein werden, ist noch völlig unklar. China hofft unter anderem, Strafzölle auf Stahl und Aluminium wieder rückgängig machen zu können. Trump hatte unter anderem damit gedroht, Importgebühren auf einen 200 Milliarden Dollar schweren Produktkorb von 10 auf 25 Prozent zu erhöhen und weitere Produkte aufzunehmen. (bsc)