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Trump: Apple muss Strafzölle auf Mac-Pro-Teile zahlen

Apples Verlagerung der Endmontage des Mac Pro aus den USA nach China hat den US-Präsidenten offensichtlich verärgert.

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US-Präsident Donald Trump.

(Bild: dpa, Susan Walsh)

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Der Mac Pro 2019 ist nicht mehr "Made in USA": Apple hat die Endmontage zurück nach China verlagert, angeblich aus Kostengründen. Der Schritt hat nun unmittelbare Konsequenzen am Firmenstandort USA: Auf die in China für den Mac Pro gefertigten Teile müsse der Hersteller in jedem Fall Importzölle entrichten, betonte US-Präsident Donald Trump am Freitag.

Apple hatte jüngst Anträge auf eine Aufhebung der Strafzölle für bestimmte, offensichtlich für den neuen Mac Pro gedachten Computer-Komponenten gestellt. Diese würden sich nur in China herstellen lassen, wie das Unternehmen als Grund für den Ausnahmeantrag aufführte. Der US-Präsident stellte nun klar, dass die Anträge auf Zollbefreiung nicht bewilligt werden. "Stell sie in den USA her, dann gibt es keine Zölle", schrieb Trump am Freitag auf Twitter.


Trump war schon mit dem Wahlkampfversprechen angetreten, Apple dazu zu bringen, die Produktion in die USA zu verlagern. Apple-Chef Tim Cook habe ihm "drei große, schöne Fabriken" in Aussicht gestellt, erklärte Trump vor zwei Jahren. Die Behauptung ließ Apple damals unkommentiert.

Der Konzern hat zwar Milliarden-Investition in den US-Markt und einzelne US-Zulieferer angeleiert, die Endmontage aber in China belassen, eine große Apple-Produktion gibt es in den USA nicht. Der Mac Pro 2013 war das letzte Produkt, das in den USA gefertigt wurde, die Verlagerung der Endmontage nach China dürfte Trump als Affront aufgefasst haben – die 2019er-Neuauflage soll angeblich vom Auftragsfertiger Quanta hergestellt werden.

Apples Mac Pro 2019, ein neue modulare Desktop-Mac für den Profi-Bereich, soll im Herbst in den Handel kommen. Der Preis beginnt bei 6000 Dollar, je nach Konfiguration dürften die Preise weit in den fünfstelligen Bereich kommen. Ob Apple die nun zu erwartenden Strafzölle an die Kunden durchreicht oder eine geringere Marge hinnimmt, bleibt abzuwarten.

Mac Pro (2019) (12 Bilder)

Der neue Mac Pro erinnert an die alte "Käsereibe", die es gab, bevor Apple den Mac Pro in die Tonne packte.

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(lbe)