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Trump: "Apple packt das"

Der US-Präsident hat sich zum Aktienniedergang des iPhone-Konzerns geäußert und erneut gefordert, er solle in den Vereinigten Staaten produzieren.

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Donald Trump

(Bild: Gage Skidmore https://www.flickr.com/photos/gageskidmore/5440002785/in/photostream/, Lizenz CC BY-SA 2.0)

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Apples aktuelle Börsenkrise war nun auch Thema bei einem Gespräch des US-Präsidenten mit der Presse Ende letzter Woche. Bei einem Auftritt vor dem Weißen Haus sagte Donald J. Trump, er mache sich keine Sorgen um das Unternehmen. Die Firma "packe das" ("will be fine"), so der Regierungschef. Die Aktien Apples seien im Rahmen seiner Präsidentschaft "Hunderte von Prozenten nach oben" gegangen.

"Apple war bei einer Zahl, die unglaublich war und die packen das auch. Apple ist eine tolle Firma", so Trump. Damit meinte der Präsident offenbar die kurzzeitige Billionen-Bewertung des Konzerns. Ganz richtig ist die Aussage allerdings nicht: In der Spitze kam Apple auf ein Plus von etwas mehr als Hundert Prozent im Vergleich zum Wert zu Trumps Wahl im November 2016 – aktuell ist die Aktie jedoch noch gut 35 Prozent im Plus, nachdem sie sich am Freitag um 4,27 Prozent erholt hatte.

Trump betonte gegenüber der Presse die Tatsache, Apple stelle seine Produkte weiterhin in China her. Unternehmenschef Tim Cook sei "ein Freund von mir, den ich sehr mag". Er habe ihm gesagt, er solle seine Produkte doch in den USA herstellen, "bau doch diese wunderschönen Fabriken, die aussehen, als seien sie meilengroß". Das würde ihm "noch besser gefallen". Aktuell profitiere China vor allem von Apple. "Mehr als wir." Immerhin habe Apple mittlerweile eingesehen, stärker in den USA zu investieren, weil man die Steuern gesenkt und Anreize geschaffen habe. "Mein Fokus liegt auf den USA", so Trump. Er wolle, dass Apple seine iPhones "und all die großartigen Dinge, die sie herstellen", in den USA produziere.

Apples Anteilsscheine sind momentan an der Wall Street nicht gut gelitten. Viele Analysten korrigierten ihre Kursziele nach unten, nachdem Apple eine Umsatzwarnung aussprechen musste. Das Chinageschäft sei schlechter gelaufen als geplant, musste Konzernchef Tim Cook einräumen. Aber auch in anderen Regionen sah das Unternehmen schlechtere iPhone-Upgrade-Werte. Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, sagte unterdessen gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg, China könnte technische Verfahren von Apple "übernommen" haben, um wettbewerbsfähiger zu sein. Das Land tue zu wenig gegen den Diebstahl geistigen Eigentums. (bsc)