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Trump-Strafzölle für China: Für Apple wird's teu(r)er

Einiges Apple-Zubehör fällt in Amerika nun unter eine Einfuhrsteuer von 25 Prozent. iPhones könnten im Schnitt 14 Prozent teurer werden.

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iPhone XS: Schluckt Apple die Zusatzkosten oder erhöht der Konzern die Preise?

(Bild: dpa, Kirsty O'connor/PA Wire/dpa)

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Gut 20 Prozent des Apple-Umsatzes hängen an China – und dabei sind mögliche Unterbrechungen der Lieferkette, die zu Verkaufsproblemen in anderen Märkten führen, nicht eingerechnet. Entsprechend sensibel reagiert die Börse auf neue Nachrichten zu möglichen Strafzöllen, die US-Präsident Donald J. Trump gegen das Reich der Mitte verhängen will. Bislang hieß es, Apple sei zunächst nicht betroffen. Nun zeigt sich jedoch, dass zumindest einige Produktkategorien bereits mit der neuen Einfuhrsteuer belegt sind, die Apple zahlen muss, wenn es Produkte aus China in die USA einführt. An den Endkunden weitergegeben werden diese Gebühren jedoch noch nicht.

Laut dem IT-Blog The Verge geht es um Adapter, Ladegeräte, Kabel und Strippen, die nun unter die höheren Strafzölle fallen. Bislang wurden sie mit 10 Prozent belegt, nun erhöhte sich die Gebühr am vergangenen Freitag auf satte 25 Prozent. Ebenfalls betroffen sind iPhone-Hüllen und Lederprodukte wie das Smart Cover des iPad. Apple veröffentlichte dazu selbst ein Schreiben an den US-Handelsrepräsentanten, in dem das Unternehmen schon im vergangenen September die potenziellen Auswirkungen des Handelskrieges mit China auf das aktuelle Geschäft beschreibt. "Unsere Sorge ist, dass mit diesen Strafzöllen die USA [selbst] am härtesten getroffen werden und das sie zu geringerem Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sowie höheren Preisen für US-Konsumenten führen."

Bei Ladegeräten, für die Apple bislang schon sehr gutes Geld verlangt, scheint der Konzern noch genügend Marge zu haben, die Strafzölle zu absorbieren. Alternativ könnte es auch zu einem internen Kostensenkungsprogramm in der Lieferkette gekommen sein. Doch das sind alles nur Vorgeplänkel – die größte Angst hat der Konzern – und mit ihm seine Aktionäre – vor Strafzöllen auf iPhones. Hier liegen erste Berechnungen vor.

Analysten des Bankhauses J.P. Morgan schätzen, dass es zu einem Preisaufschlag von gut 14 Prozent – berechnet am iPhone XS – kommen müsste, damit Apple Trumps 25-Prozent-Einfuhrsteuer ausgleichen kann, ohne dass die Einnahmen zurückgehen. Ob Nutzer diesen Preis bezahlen, ist aber völlig unklar. In den USA würde dies bedeuten, dass der Einstiegspreis beim XS von 1000 auf 1142 Dollar steigen müsste.

Das wäre allerdings billiger, als die iPhone-Produktion in die USA zu verlagern, wie dies Donald J. Trump schon seit Jahren fordert. Hierbei könnte der Aufschlag bei 15 bis 25 Prozent liegen, so J.P. Morgan. Doch dies gilt in der Branche schon als große rein praktische Herausforderung: In den USA fehlt es Apple schlicht an geeigneten Lieferanten, die die fürs iPhone notwendigen Stückzahlen an Komponenten heranschaffen könnten.

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(bsc)