Trumps Rückzug vom Klimaschutz: Kritik aus der IT-Branche

Der Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen stößt in großen US-IT-Konzernen auf Kritik. “Der Klimawandel ist echt und wir sind gemeinsam dafür verantwortlich, dagegen zu kämpfen”, betonte Apple-Chef Tim Cook.

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Apple

(Bild: dpa)

Von
  • Leo Becker

Der von Donald Trump am Donnerstag angekündigte Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen hat scharfe Kritik in der US-IT-Branche ausgelöst: Apple-Chef Tim Cook bezeichnete den Austritt in einer öffentlichen Mitteilung als “falsche Entscheidung für den Planeten”. Google-Chef Sundar Pichai zeigte sich in einem Tweet ebenfalls enttäuscht über den US-Rückzug aus dem Klimaschutz. Der Konzern werde weiter an einer “sauberen Zukunft für alle” arbeiten.


Trumps Entscheidung “bringt die Zukunft unserer Kinder in Gefahr”, erklärte Facebook-CEO Mark Zuckerberg. Sowohl Tesla-Chef Elon Musk als auch Disney-CEO Bob Iger kündigten an, ihre Beraterrollen für Trump aufzugeben. Neben Cook hatte Berichten zufolge auch Musk vorab versucht, den US-Präsidenten in einem direkten Gespräch von dem Austritt abzubringen.


Der von 195 Nationen unterzeichnete Klimaschutzpakt sieht unter anderem vor, die CO2-Emissionen in den nächsten zehn Jahren deutlich zu reduzieren. Trump hat am Donnerstag den Ausstieg der USA aus dem Abkommen angekündigt und erklärt, er wolle US-Interessen an die erste Stelle zu setzen. "Das Pariser Abkommen ist auf höchster Ebene ungerecht für die USA", so Trump. Ein neuer Vertrag müsse besser für amerikanische Arbeiter sein. "Der Rückzug liegt im ökonomischen Interesse und wird für das Klima keine Rolle spielen." (lbe)