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Twitch-Abos für iPhone-Nutzer bis zu 40 Prozent teurer

Beim Abonnieren von Kanälen müssen Apple-Nutzer draufzahlen. Der Live-Streamingdienst verweist auf App-Store-Gebühren.

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(Bild: Twitch)

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Das Live-Streaming-Netzwerk Twitch hat die iOS-App um eine Kernfunktion erweitert: Nutzer können darin nun direkt Kanäle abonnieren und den jeweiligen Streamer dadurch finanziell unterstützen – ein Teil des Abopreises schüttet Twitch an den Anbieter des Kanals aus.

Abonnements funktionieren auf iPhone und iPad aber anders als in der Desktop-Version, wie Twitch erklärt: Statt ein Abo mit automatischer Verlängerung abzuschließen, bietet die App sogenannte "Sub Tokens" zum Kauf, die jeweils nur ein Monatsabo (Stufe 1) abdecken.

7 Euro kostet ein Monatsabo in der iPhone-App – statt 5 Euro.

Die Sub Tokens in der iOS-App sind allerdings deutlich teurer als das Monatsabo im Web: iPhone-Nutzer müssen pro Einzel-Token respektive Abomonat 7 Euro zahlen.

Per Browser abgeschlossene Kanal-Abonnements kosten 5 Euro pro Monat. Twitch bietet auch größere Token-Pakete für Preise bis zu 170 Euro an, bei denen der Aufpreis etwas geringer ausfällt.

Als Grund für den höheren Preis der iOS Sub Tokens verweist Twitch auf "App-Store-Gebühren". Es seien Kosten mit dem Verkauf von Abonnements in Apps verbunden, heißt es weiter. Um an Streamer den gleichen Abo-Anteil ausschütten zu können, müsse man höhere Preise veranschlagen.

Der von Amazon gekaufte Live-Streamingdienst reicht damit Apples Provision an die Abonnenten durch: Der Verkauf von digitalen Inhalten in Apps muss über Apples Bezahlschnittstelle erfolgen, der iPhone-Hersteller verdient an jeder Transaktion bis zu 30 Prozent mit – ein Milliardengeschäft, das Nutzern meist verborgen bleibt.

Twitch ist aber nicht der erste Anbieter, der Apples In-App-Provision an Kunden weiterreicht: Auch Dienste wie etwa YouTube Red kosten bei Buchung über die iPhone-App mitunter 30 Prozent mehr. Große Streaming-Anbieter wie Netflix und Spotify habe Apples In-App-Kaufschnittstelle inzwischen ganz entfernt. Sie setzen darauf, dass Nutzer die günstigere Abo-Möglichkeit im Web selbst finden. Ein Link auf externe Abomöglichkeiten in Apps wird von Apple nicht geduldet. Auch deswegen hat Spotify im Frühjahr eine Kartellbeschwerde gegen den iPhone-Hersteller bei der EU-Kommission eingereicht.

[Update 21.10.2019 19:20 Uhr] In der Android-App bietet Twitch bereits seit mehreren Jahren die Option, Kanäle zu abonnieren. Ursprünglich konnten Nutzer das Abo dort über ein Browser-Fenster abschließen, inzwischen läuft es über Googles Bezahlschnittstelle – und ist ebenfalls teurer als beim Abo-Abschluss im Web. Auch hier verweist Twitch darauf, dass mit dem "Verkauf von Abonnements auf mobilen Plattformen Kosten verbunden sind".

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(lbe)