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US-Fabrikjobs: Apple steckt mehr Geld in Glasspezialist Corning

Die Firma, die Glas für das iPhone liefert, soll weitere 250 Millionen Dollar von Apple erhalten.

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Bei Corning wird Glas für das iPhone hergestellt – und andere Smartphones.

(Bild: Apple)

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Apple steckt mehr Geld in den US-Glasspezialisten Corning: Der Konzern will zusätzliche 250 Millionen Dollar aus dem "Advanced Manufacturing Fund" in die Firma investieren. Das soll Corning ermöglichen, die Forschung rund um Glasherstellungsverfahren weiter auszubauen.

Vor zwei Jahren hat der iPhone-Konzern bereits 200 Millionen Dollar in den Zulieferer gesteckt. Dies habe die Entwicklung neuer Glas-Innovationen ermöglicht, heißt es, auch für das iPhone 11. Bei der neuen Vorder- und Rückseite handele es sich um das "härteste Glas" in einem Smartphone, wie Apple wirbt. Corning ist außerdem bekannt für sein "Gorilla Glass", das in Smartphones anderer Hersteller zu finden ist.

Die Gelder stammen aus Apples Advanced Manufacturing Fund, eine milliardenschwere Initiative, um die Produktion auf dem Heimatmarkt auszubauen. Wenn man Produktionsjobs schafft, "werden auch neue Jobs um sie herum entstehen, weil man dafür eine Dienstleistungsindustrie braucht", erklärte Apple-Chef Tim Cook bei der Vorstellung des Fonds vor zwei Jahren.

Das Zurückholen von Fabrikjobs gilt als ein Kernpunkt der US-Regierung unter Donald Trump. Im Wahlkampf hatte der US-Präsident gepoltert, er werde Apple dazu bringen, "ihre verdammten Computer in diesem Land" zu bauen. Einen Großteil der Produktion führt Apple unverändert in China durch. Bedingt durch Strafzölle scheint der Konzern eine Verlagerung auszuloten, allerdings in andere asiatische Länder. Eine Verlegung der iPhone-Endmontage in die USA gilt als unwahrscheinlich.

Man habe inzwischen über eine Milliarde Dollar an US-Firmen ausgeschüttet, teilte Apple nun mit – rund 5 Milliarden verbleiben noch. Das Unternehmen verweist zudem erneut auf die Schaffung von vielen Arbeitsplätzen in den USA – allein bei den eigenen Zulieferern seien 450.000 Mitarbeiter beschäftigt. Neben Corning investierte Apple bereits fast 400 Millionen Dollar in den US-Hersteller Finisar, der Oberflächenemitter (Vertical-Cavity Surface-Emitting Laser – VSCEL) für Apple baut. Sie kommen im Gesichtserkennungssystem Face ID zum Einsatz. (lbe)