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US-Handelsaufsicht soll In-App-Käufe untersuchen

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Der demokratische Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses Edward Markey fordert die US-Handelsaufsicht (FTC) in einem Schreiben (PDF) dazu auf, die In-App-Käufe, "die Firmen wie Apple und Google anbieten", näher zu untersuchen. Einige auf Kinder abzielende und beim Herunterladen kostenlose Apps bieten beispielsweise den Nachkauf von "Sternen" oder "Schlumpfbeeren" gegen teils zweistellige Geldbeträge über In-App-Käufe an – so war es in Capcoms "Smurfs' Village" längere Zeit möglich, einen Karren voller Schlumpfbeeren zum Stückpreis von 80 Euro zu erwerben. Diesen besonders hochpreisigen In-App-Kauf strich der Spielehersteller inzwischen zwar, doch weiterhin stehen "Smurf Berries" zum Preis von bis zu 45 Euro zum Kauf bereit.

Er sei besorgt darüber, dass die Vermarktung dieser Apps auf Kinder ausgerichtet sei, die die "Konsequenzen der In-App-Käufe" nicht verstünden, erklärt das Kongressmitglied. "Ich fordere, dass die Handelsaufsicht die Branchentätigkeiten in diesem Bereich beleuchtet, um zu entscheiden, ob es sich dabei um unlautere oder betrügerische Handlungen oder Praktiken handelt", schreibt Edward Markey.

Für In-App-Käufe in Apples App Store ist eine erneute Eingabe des iTunes-Passworts vonnöten, bevor ein Kauf stattfindet. Nach Eingabe des Passwortes, beispielsweise für den Download einer App, bleibt es aber über einen Zeitraum von 15 Minuten möglich, weitere Einkäufe zu tätigen, ohne das Passwort erneut eingeben zu müssen. Eltern können die In-App-Kaufmöglichkeit allerdings in den iOS-Einschränkungen komplett deaktivieren.

Apple bietet Entwicklern seit iOS 3 die Möglichkeit, In-App-Käufe anzubieten. RIM führte diese Funktion jüngst in der BlackBerry App World 2.1 ein, Google will In-App-Käufe noch zum Ende des laufenden Quartals im Android Market unterstützen – bislang können Android-Entwickler auf Drittanbieter wie beispielsweise Paypal zurückgreifen, um innerhalb einer App weitere Kaufmöglichkeiten bereitzustellen. (lbe)