USA: Googles NFC-Bezahldienst profitiert von Apple-Pay-Boom

Bislang dümpelte Google Wallet im amerikanischen Markt bei der Nutzung vor sich hin. Nach dem Start von Apple Pay, das ebenfalls über NFC arbeitet, greifen nun auch Android-User verstärkt zum Handy, wenn sie im Laden bezahlen wollen.

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USA: Googles NFC-Bezahldienst profitiert von Apple-Pay-Boom
Von
  • Ben Schwan

Der kontaktlose Handy-Bezahldienst Google Wallet existiert bereits seit 2011. Doch bislang hat er es nicht in den Massenmarkt geschafft – auch, weil nicht jedes Android-Gerät über die notwendige NFC-Funktion verfügt. Im Rahmen des Starts von Apples eigenem Bezahldienst Apple Pay erinnern sich nun anscheinend viele US-Android-Nutzer daran, dass auch sie einen ähnlichen Service in den Geräten haben: Wie der IT-Nachrichtendienst Ars Technica berichtet, steigt die Nutzung von Google Wallet deutlich an.

Einer informierten Quelle der Seite zufolge gingen die wöchentlichen Transaktionen um 50 Prozent nach oben – auf welchen Wert, bleibt unklar. Zudem habe sich die Zahl neuer Nutzer in den vergangenen Monaten verdoppelt. Apple hatte Apple Pay im September offiziell angekündigt. Der Dienst funktioniert in Läden an NFC-Terminals nur mit iPhone 6 und 6 Plus, für In-App-Zahlungen darf es auch ein aktuelles iPad sein.

Google Wallet im Einsatz.

(Bild: Google)

Zum Start von Apple Pay im Oktober in seinem ersten Markt, den Vereinigten Staaten, hatte es innerhalb von drei Tagen über eine Million Kartenaktivierungen gegeben. Laut Apple-Chef Tim Cook hat der Konzern mittlerweile mehr Nutzer als alle NFC-Konkurrenten zusammen.

Google Wallet arbeitet etwas anders als Apple Pay. So müssen bei letzterem Transaktionen per Fingerabdruck autorisiert werden und Apple betont, selbst kaum rückverfolgbare Daten zu sammeln. Google genehmigt sich dagegen laut Privacy Policy unter anderem auch Transaktionsinfos. (bsc)