Menü
Mac & i

Über 100 Milliarden Dollar Schulden: Apple platziert neue Milliarden-Anleihen

Zur Finanzierung von Aktienrückkäufen, Dividenden und Übernahmen hat Apple einen neuen Bond aufgelegt, wieder in Euro. Die Methode spart Apple Steuern – ein Großteil des immensen Barmittelbestandes parkt im Ausland.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 109 Beiträge
Apple-Logo

(Bild: dpa, Sven Hoppe)

Anzeige
Apple iPhone 7 32GB schwarz
Apple iPhone 7 32GB schwarz ab € 369,95

Apple nimmt weitere Kredite durch Bonds auf: Die neue Anleihe hat einen Umfang von 2,5 Milliarden Euro, wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Die beiden Bonds besitzen eine Laufzeit von acht sowie zwölf Jahren, der Zinssatz liegt bei 0,875 Prozent beziehungsweise 1,375 Prozent bei der längeren Laufzeit.

Es handelt sich um einen relativ kleinen Betrag für den Konzern, der erst Anfang Mai eine neue 7 Milliarde Dollar schwere Anleihe ausgegeben hat – und damit inzwischen ungesicherte Schuldtitel von über 100 Milliarden Dollar aufführt.

Mit dem Verkauf der Anleihen finanziert Apple Aktienrückkäufe und Dividenden – der iPhone-Konzern gilt inzwischen als größter Dividendenzahler weltweit und hat jüngst 3 Milliarden Dollar an die Anteilseigner ausgeschüttet. Die Geldbeschaffung durch Bonds könne aber auch für Firmenaufkäufe und Investitionen eingesetzt werden, merkt der Konzern an – sowie für die Rückzahlung von Schulden.

Apples verfügt über einen immensen Barmittelbestand, der inzwischen auf über 250 Milliarden Dollar angewachsen ist, doch parkt dieser zu einem Großteil außerhalb der USA. Für die Rückführung der Gewinne ins Heimatland würde derzeit ein Steuersatz von gut 35 Prozent fällig, entsprechend ist der Weg über die Anleihen mit den momentan niedrigen Zinssätzen steuerlich deutlich attraktiver.

Die Regierung Trump hat für die Repatriierung der Gewinne bereits eine erhebliche Steuersenkung in Aussicht gestellt, im Gespräch ist derzeit ein Satz von 10 Prozent. Apple-Chef Tim Cook fordert seit längerem eine Anpassung des US-Steuerrechts, das er in diesem Aspekt als veraltet und rückwärtsgewandt bezeichnete. Dem letzten Jahresbericht zufolge beabsichtigt der Konzern, über 91 Milliarden US-Dollar an Auslandsgewinnen in die USA zu überführen.

Mehr zum Thema: