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Übernahmegerüchte: Twitter an Soundcloud interessiert?

Bislang funktioniert die Musikstrategie des Kurznachrichtendienstes noch nicht richtig. Nun soll er angeblich vor der Übernahme des populären Berliner Songhosters stehen. Allerdings gibt es auch gegenteilige Spekulationen.

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Fast niemand weiß, dass der beliebte Musikdienst Soundcloud, über den viele Künstler ihr Material mit ihren Fans teilen, von der deutschen Hauptstadt aus gelenkt wird – tatsächlich gehört das Start-up zu den wichtigsten Internet-Firmen Berlins. Es soll bereits im vergangenen Sommer über 200 Millionen Zuhörer gehabt haben, bei rund 40 Millionen registrierten Mitgliedern. Soundcloud lässt sich auch über Apps für iOS und Android nutzen.

Nun interessiert sich angeblich der Kurznachrichtendienst Twitter aus San Francisco für Soundcloud. Das meldete das renommierte IT-Blog Recode: Twitter "erwäge" einen Übernahmevertrag. Ziel sei es, Twitter besser im Musikbereich aufzustellen. Hier war Twitter zuletzt mit einer eigenen Musik-App gescheitert – das Projekt "Twitter Music" wurde im März weitgehend beerdigt.

Viele Musiker nutzen Soundcloud, um Material an ihre Fans zu verteilen oder neue Produktionen über Snippets zu bewerben.

(Bild: Screenshot Soundcloud )

Soundcloud wäre nicht billig: Zuletzt war der Dienst, der sich selbst als "YouTube für Audio" bezeichnet, bei einer neuerlichen Finanzierungsrunde mit 700 Millionen US-Dollar bewertet worden. Twitter hat allerdings keine Scheu, größere Beträge in die Hand zu nehmen: So wurde im vergangenen Herbst der Werbedienst MoPub für über 300 Millionen geschluckt. Ein Börsengang hatte die Kriegskasse weiter gefüllt

Wie viel tatsächlich an den Übernahmegerüchten dran ist, die in der Szene seit Montagabend für Unruhe sorgten, weil einige Nutzer fürchten, Twitter könne Soundcloud "kaputt" machen, bleibt aber unklar. So schrieb Spiegel Online, Twitter habe sich Soundcloud zwar angesehen, die Übernahme dann aber abgeblasen. "Twitter soll sich definitiv dagegen entschieden haben", meint das Nachrichtenportal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Weder Twitter noch Soundcloud haben sich bislang zu den Spekulationen geäußert. (bsc)