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Umprogrammierbare SIM: Apple und Samsung angeblich an eSIM-Standard interessiert

Der Branchenverband GSMA hofft auf die Einführung einer per Funk umprogrammierbaren SIM im Jahr 2016. Auch Apple und Samsung seien an der Entwicklung einer für Mobilgeräte gedachten "eSIM" beteiligt.

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(Bild: dpa, Ralf Hirschberger)

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Apple und Samsung stehen in "fortgeschrittenen Verhandlungen" mit Mobilfunkanbietern und dem Branchenverband GSMA über die Einführung einer umprogrammierbaren SIM für Smartphones und weitere Mobilgeräte. Das berichtet die Financial Times am Donnerstag. Die sogenannte "Embedded SIM" (eSIM) soll die bisher übliche feste Bindung der SIM-Karte an einen einzelnen Netzbetreiber beenden, sie lässt sich per Funk auf einen neuen Anbieter umstellen.

Der Mobilfunk-Branchenverband hofft demnach auf eine Einführung der eSIM im kommenden Jahr. Zu den erwarteten Unterstützern des Standards zählen unter anderem die Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica, Orange sowie AT&T.

Die umprogrammierbare SIM ist nicht nur für den Einsatz in Maschinen gedacht, sondern soll auch in Endkunden-Hardware wie Smartphones zum Einsatz kommen. Die technischen Spezifikationen müssten aber noch finalisiert werden. Die GSMA zeigt sich dem Bericht zufolge optimistisch, eine "formelle Vereinbarung" mit Apple erzielen zu können.

Der US-Konzern hatte im vergangenen Jahr die "Apple SIM" eingeführt, die ebenfalls nicht mehr an einen einzelnen Anbieter geknüpft ist. Damit lässt sich der Netzbetreiber im Urlaub oder auf einer Geschäftsreise direkt vom iPad aus wechseln ohne dass dafür die SIM-Karte eines neuen Anbieters nötig ist. Die Apple SIM ist inzwischen auch in Deutschland erhältlich, allerdings nur für die neueste Generation von iPad und iPad mini gedacht. Bislang unterstützen sehr wenige Mobilfunkanbieter die Apple SIM. (lbe)