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Verbogenes iPad Pro: Apple sieht keinen Grund zum Handeln

Ein Hardwaremanager hat gegenüber Kunden betont, die Tablets erfüllten alle Qualitätsstandards. Sie sollen ab Werk verbogen ankommen.

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Verbogenes iPad Pro: Apple sieht noch keinen Grund zum Handeln

Eines der betroffenen Geräte.

(Bild: MacRumors)

Im Streit um aktuelle iPad-Pro-Modelle, die mit einer leichten Biegung im Gehäuse aus der Verpackung kommen, bietet Apple betroffenen Kunden weiterhin keine offizielle Lösung an – und sieht darin auch keinen Serienfehler. Das Problem kann sowohl beim neuen, sehr dünnen iPad Pro 2018 mit 11-Zoll-Bildschirm als auch bei dessen 12,9-Zoll-Variante auftreten, die zu Preisen zwischen 800 und 2100 Euro verkauft werden.

Die letzte Stellungnahme zum Thema stammt von Apple-Manager Dan Riccio, der als Vizepräsident das Hardware-Engineering leitet. In einer E-Mail an einen sich beschwerenden Nutzer, die kurz vor Weihnachten abgeschickt wurde, heißt es, die "aktuelle Spezifikation für die iPad-Pro-Flachheit" liege bei 400 Mikrometern, was sogar "noch enger als bei früheren Generationen" sei. Diese Varibilität entspreche "weniger als einem halben Millimeter", das sei geringer als die Dicke von vier Papierblättern.

Laut Riccio ändert sich an diesem "Flachheitsniveau" im Laufe der "normalen Nutzung" und während der Lebenszeit des Produktes auch nichts. Zuvor hatte es allerdings Berichte von Usern gegeben, laut denen sich die Biegung mit der Zeit verstärkt hatte – im November gab es zudem Videos im Netz, die zeigten, dass sich die neuen iPad-Pro-Modelle relativ leicht brechen lassen sollen ("Bentgate 2.0").

Schon im Dezember hatte Apple betont, die Umtauschrate bei den 2018er iPad-Pro-Modellen sei nicht höher als sonst. Das IT-Blog The Verge schrieb damals, mehrere 11-Zoll-Varianten seien direkt vom Hersteller verbogen angekommen – ein Erstkaufmodell wie das Ersatzgerät. Legt man das iPad Pro flach auf eine Tischkante, ist die Biegung leicht zu sehen (siehe Bild).

Riccio betonte weiter, die "leichten Abweichungen" sorgten nicht dafür, dass die Funktionalität der Geräte eingeschränkt seien. "Ich hoffe, meine Erklärung beruhigt ihre Sorgen." Betroffene Nutzer können ein Gerät für 14 Tage nach Kauf wie üblich umtauschen oder zurückgeben, darüber hinaus sieht Apple jedoch keine besonderen Umtauschregeln für verbogene iPad-Pro-Modelle vor. In den USA kam es vor, dass selbst Kunden mit der Hardware-Versicherung AppleCare+ Geld für einen Austausch zahlen mussten.

[Update 07.01.19 9:52 Uhr:] Apple hat mittlerweile ein englischsprachiges Supportdokument veröffentlicht, in dem der Konzern erneut betont, die maximal 400 Mikrometer Abweichungen bei der Gehäuseflachheit seien innerhalb der Spezifikationen und sogar "enger als bei früheren Generationen". "Subtile Abweichungen" seien aufgrund des neuen Designs nun aber leichter zu sehen.

Das Unternehmen erläutert, man verwende einen neuen Prozess namens "Co-Molding", der mit hohen Temperaturen arbeite und dazu dient, kleine vertikale Bereiche, so genannte Splits, für die LTE-Mobilfunkantennen zu schaffen. Nutzer, die Probleme mit ihrem Gehäuse sehen, könnten die Geräte 14 Tage lang zurückgeben. Außerdem gebe man eine einjährige Garantie auf Materialdefekte.

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(bsc)