Menü

Verbraucherschützer: Höhere Preise beim Einkauf mit dem Smartphone als vom Desktop

Beim Einkauf per App oder mit einem mobilen Browser, beispielsweise mit iPad oder Smartphone, zeigen manche Händler höhere Preise, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 90 Beiträge
Von
Anzeige
Samsung Galaxy S4 i9505 (16GB, schwarz)
Samsung Galaxy S4 i9505 (16GB, schwarz) ab € 114,–

(Bild: stock.xchng)

Wer mit Smartphone oder Tablet auf Einkaufstour geht, zahlt unter Umständen höhere Preise als auf dem Desktop-Rechner oder Notebook – oder bekommt Sonderangebote erst gar nicht zu Gesicht. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einer Stichprobe bei zehn Online-Shops herausgefunden.

Bei ein- und demselben Anbieter kosteten etwa Hygiene-Einlagen auf mobilen Geräten plötzlich 2,09 Euro statt 1,04 an einem Rechner, ein Notebook schlug mit knapp 900 statt 700 Euro zu Buche, eine Mütze mit fast 10 statt 3,95 Euro oder ein Fernseher mit 1150 statt 1000 Euro.

Außerdem kam es vor, dass sich Preise auf den mobilen Geräten auf dem Weg vom Warenkorb bis zum Bezahlen plötzlich änderten. Betroffen vom Preiswirrwarr seien mitunter auch die Apps der Onlinehändler.

Dass die Anbieter solche Preisunterschied bewusst planen, glaubt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale NRW eher nicht. Auf Anfrage hätten betroffene Händler beteuert, die gleichen Preise über alle Bestellwege anzubieten. Wahrscheinlicher seien technische Probleme, etwa beim Synchronisieren von Daten und Preisen über verschiedene Datenbanken oder Server hinweg.

Verboten sind unterschiedliche Preisgestaltungen zwischen mobilen und stationären Geräten jedenfalls nicht – was viele Verbraucher überraschen dürfte, erklärt Tryba. Deshalb rät der Experte, nach einer mobilen Einkaufstour möglichst schnell die Preise am Rechner zu überprüfen und im Zweifel vom zweiwöchigen Rückgaberecht bei Internet-Bestellungen Gebrauch zu machen.

Alternativ kann man bei einigen mobilen Browsern in den Einstellungen auch den "User-Agent" ändern, erklärt Tryba. Dann gaukelt das mobile Gerät Anbieter vor, ein Desktop-Browser auf einem Windows-Rechner oder Mac zu sein – und bekommt dadurch keine angepasste oder mobile Seite angezeigt. Der Preis dafür sei dann aber unter Umständen eine datenhungrigere und auf kleineren Displays unübersichtlichere Seite. (dpa) / (lbe)