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Videoinitiative: Apple bei Filmen und Serien "voll dabei"

Der iPhone-Konzern will stark in eigene Originalinhalte investieren, sagte ein wichtiger Manager. Apple Music wächst unterdessen ordentlich.

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Eddy Cue

Apples Inhaltechef Eddy Cue bei einer Präsentation.

(Bild: dpa, Monica Davey)

Bislang ist es Apple noch nicht gelungen, populäre eigene TV-Serien oder Filme wie die Konkurrenz von Netflix oder Amazon Prime zu etablieren. Der Konzern gibt aber nicht auf: Laut Angaben von Inhaltechef Eddy Cue ist man "voll dabei", Originalinhalte herzustellen. Im vergangenen Jahr war bekanntgeworden, dass Apple hierfür mindestens eine Milliarde US-Dollar bereitstellen will.

Steven Spielberg und Jennifer Aniston

Cue, dessen offizieller Titel "Senior Vice President of Internet Software and Services" lautet, sagte am Montag auf der Konferenz "SXSW" in Austin, man konzentriere sich auf Qualität und nicht Quantität. "Du brauchst eine großartige Geschichte." Neue Manager wie die ehemaligen Sony-Mitarbeiter Jamie Erlicht und Zack Van Amburg, die nun Apples Inhaltestrategie vorantreiben, würden das Geschäft genau kennen, seien aber auch bereit, es "anders zu denken". Bislang soll Apple Verträge über mehr als zehn Serien geschlossen haben, darunter Projekte von Steven Spielberg oder Jennifer Aniston.

"Wir investieren viel", so Cue. Geld sei nicht das Thema. Die Abteilung sei auf mehr als 40 Leute angewachsen. Der Manager nannte als Beispiel für gute Inhalte die Disney-Tochter Pixar, die einst von Apple-Gründer Steve Jobs besessen worden war. Da gehe es um qualitativ hochwertiges Geschichtenerzählen. Am Montag hatte Cue außerdem angekündigt, dass Apple den Zeitschriftenabodienst Texture übernommen hat. Dieser bietet gegen eine monatliche Gebühr ein Portfolio an digitalen Magazinen bekannter Verlage.

Apple Music mit neuen Zahlen

Cue teilte auch neue Zahlen von Apples Streaming-Dienst Apple Music mit. Dieser habe mittlerweile 38 Millionen zahlende Abonnenten. Allein im letzten Monat seien zwei Millionen hinzugekommen, sagte der Manager. Damit liegt Apple bei etwas mehr als der Hälfte der "Paid Subscribers" des Hauptkonkurrenten Spotify. Dort soll man im Februar 71 Millionen zahlende Kunden gehabt haben.

Apple sieht weiterhin viel Potenzial. Im App Store kommen allein jede Woche 500 Millionen Nutzer vorbei, die man zu einem Apple-Music-Abo bewegen könte. Cue kann sich durchaus Milliarden User für Apple Music vorstellen. Allerdings sei dem Konzern auch wichtig, die Künstler angemessen zu bezahlen. Streaming sei auch eine große Chance für die Plattenfirmen. (bsc)