Menü
Mac & i

Videoinitiative: Apple treibt Schauspielergehälter in die Höhe

Der iPhone-Konzern will Netflix, Amazon Prime & Co. endlich ernsthaft Konkurrenz machen – und lässt sich das einiges kosten.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 6 Beiträge
Videoinitiative: Apple treibt Schauspielergehälter in die Höhe

Schauspielerin Witherspoon gibt Autogramme.

(Bild: "Reese Witherspoon signing autographs" / Tony Shek / cc-by-2.0)

Anzeige
Apple iPhone 8 64GB grau
Apple iPhone 8 64GB grau ab € 539,–

Apple plant, mindestens 25 Millionen US-Dollar in die Hand zu nehmen, um seine Videostreaming-Initiative voranzubringen – für eine einzige TV-Serie mit 20 Folgen. Diese Summe ist Branchenberichten zufolge für eine Show mit den Schauspielerinnen Jennifer Aniston ("Friends") und Reese Witherspoon ("Election") vorgesehen. Beide Miminnen sollen pro Folge jeweils 1,25 Millionen Dollar erhalten. Hinzu kommen die Produktionskosten. Zum Vergleich: Aniston erhielt in den Staffeln 9 und 10 der extrem erfolgreichen "Friends"-Sitcom "nur" jeweils eine Million Dollar pro Folge.

Die Serie, deren Titel noch unbekannt ist, soll sich im Millieu einer Morning-Show im US-Fernsehen abspielen. Die hohe Summe, die Apple für die Schauspielerinnen zu zahlen bereit ist, hat laut einem Bericht des Hollywood Reporter auch Auswirkungen auf bereits laufende, traditionelle TV-Serien.

So bekomme WItherspoon für das Hitformat des Senders HBO, "Big Little Lies", aktuell zwischen 250.000 und 350.000 US-Dollar – genauso wie ihre Kollegin Nicole Kidman. In der zweiten Staffel soll die Summe auf eine Million Dollar pro Episode ansteigen. Das wiederum habe auch mit dem Verhandlungsgeschick von Witherspoon bei der Apple-Show zu tun, die einen Präzedenzfall setze – der gut gefüllte Geldbeutel Cupertinos treibt also die Gehälter.

Aktuell hat Apple noch keinen eigenen Serienhit im Portfolio, ganz im Gegensatz zu Konkurrenten wie Netflix ("Stranger Things", "Orange is the New Black") oder Amazon Prime ("The Grand Tour", "The Man in the High Castle"). Apple investiert jedoch massiv in den Ausbau einer Produktionsinfrastruktur, holt Hollywood-Manager an Bord und wirft augenscheinlich "mit Geld um sich", wie Insider sagen. So soll etwa Steven Spielberg für das Unternehmen tätig werden.

Nach wie vor ist unklar, in welchem Rahmen die Shows laufen sollen. Derzeit platziert der Konzern eigene Serienproduktionen bei seinem Streamingdienst Apple Music, ob es auch etwas wie "Apple Video" geben wird, bleibt abzuwarten. (bsc)