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Vor 20 Jahren: Apple schreibt wieder schwarze Zahlen

Noch vor Steve Jobs' offizieller Rückkehr zum Mac-Hersteller gelang es dem Konzern, aus den roten Zahlen zu kommen – wenn auch nur mit einem harten Sparkurs. Wir blicken zurück.

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Vor 20 Jahren: Apple schreibt wieder schwarze Zahlen

Ein Power Macintosh 8500, der von 1995 bis 1997 verkauft wurde.

(Bild: Apple)

Vor 20 Jahren galt Apple zwischenzeitlich als fast schon tot. Dem Mac-Hersteller ging es wirtschaftlich so schlecht, dass andere IT-Unternehmen wie etwa Sun Microsystems (2010 selbst wiederum von Oracle übernommen), Philips oder IBM (!) Interesse an einer – möglichst preisgünstigen – Übernahme hatten.

Doch noch bevor 1997 Steve Jobs zurückkehrte und mit iMac & Co. den grundlegenden Wandel einleitete, gelang es dem selbst erst 1996 zum Unternehmen gekommenen Gil Amelio, das Ruder herumzureißen. Das ging nur mit harten Sparmaßnahmen.

Wie genau Apples Situation damals aussah, zeigt ein Ausschnitt der Originalmeldung vom 17. Oktober 1996, die Christian Persson verfasst hat:

Die von manchen bereits totgeglaubte Apple Computer, Inc. überraschte heute nach Börsenschluß mit der Bekanntgabe eines Gewinns von 25 Millionen US-Dollar für das abgelaufene Quartal. Es ist das erste in schwarzen Zahlen geschriebene Quartalsergebnis nach einem dramatischen Krisenjahr. Noch vor wenigen Tagen hatte eine Gruppe von angesehenen Wirtschaftsanalytikern einen Verlust von 35 Millionen Dollar vorausgesagt, was an der Börse bereits als positive Nachricht aufgenommen wurde.

Die unerwartete Wendung schreiben die Beobachter jetzt dem strikten Sparkurs unter der Führung von Gilbert F. Amelio zu. Apple hat seine Belegschaft seit September 1995 von über 17000 auf 13400 Köpfe reduziert. Die Produktpalette wurde gestrafft, unprofitable Produkte gestrichen. So gelang es, trotz des im Jahresvergleich um 23% gesunkenen Umsatzes einen Profit von 20 Cent pro Aktie zu erwirtschaften. Die Tageszeitung San Jose Mercury News zitierte einen verblüfften Dataquest-Marktforscher: "Was kann man dazu sagen, außer, daß es absolut unglaublich ist."

Auf heise online ist der vollständige Beitrag nach wie vor zu finden, wenn auch ohne Diskussionsforum: