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WWDC 2018: Was wir von Apples Keynote erwarten

Apples nächstes Event beginnt am kommenden Montag in San Jose. Zu sehen sein wird vor allem frische Software von iOS 12 bis macOS 10.14 – und möglicherweise auch etwas Hardware. Ein Überblick.

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Logo der WWDC 2018.

(Bild: Apple)

Eigentlich ist Apples World Wide Developer Conference (WWDC) vor allem ein Entwicklertreffen. An fünf Tagen werden Developer, die zuvor eine Ticketlotterie überstanden haben, über die neuesten technischen Verfahren des Konzerns informiert, auf dass sie diese in neuen Apps umsetzen mögen. Für reguläre Apple-Kunden ist der jährlich im Sommer stattfindende Termin dennoch interessant, weil die WWDC stets mit einer Präsentationsveranstaltung ("Keynote") eingeleitet wird – so auch in diesem Jahr.

Das Logo der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2017, aufgenommen an einer Haltstelle in San Jose (USA).

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Wenn Apple-CEO Tim Cook und seine Kollegen also am kommenden Montag, dem 4. Juni die Bühne des Convention Center im kalifornischen San Jose betreten, sind neue Produkte zu erwarten. Und die dürften sich, so heißt es zumindest aus der Gerüchteküche, 2018 vor allem um Software drehen.

Nahezu garantiert zu erwarten ist die Präsentation von macOS 10.14, iOS 12 sowie vermutlich auch von watchOS 5 und tvOS 12 – also eine Runderneuerung aller Betriebssysteme, die der Konzern verwendet. Was da konkret an Verbesserungen auf die Kundschaft zukommt, soll sich angeblich in Grenzen halten: Apple soll aus schwerwiegenden Bugs und Problemen in den Vorversionen gelernt haben und bei der Entwicklung neuer Hauptfeatures auf die Bremse getreten sein.

So ist angeblich vor allem geplant, die Systeme stabiler zu machen – obwohl dies etwa bei macOS eigentlich schon mit macOS High Sierra, das 2017 auf macOS Sierra aus 2016 folgte, geplant gewesen war. macOS 10.14 heißt womöglich mit Codenamen "Mojave" und soll etwa eine geplante Funktion zur Ausführung von iOS-Apps erst später bekommen. Dennoch sei, so schreibt ein gut informierter Journalist, eine engere Integration von iPhone und Mac vorgesehen. Womöglich lässt Apple hier also zumindest erste Vorabinfos durchscheinen.

In Sachen iOS ist offenbar angedacht, mehr für die sogenannte Digital Wellness zu tun. Damit ist gemeint, dass sich Nutzer bei der Verwendung ihrer Geräte besser fühlen. In iOS 12 soll es neue Einstellungsmöglichkeiten geben, die unter anderem überwachen, wie stark ein iPhone oder iPad verwendet wird – und dabei helfen, diese Nutzung auch einzuschränken.

Android P soll den Nutzer motivieren, den Blick vom Smartphone zu nehmen – ein ähnliches Ziel dürfte iOS 12 verfolgen.

(Bild: Google)

In Sachen Augmented Reality plant Apple offenbar ein neues Entwicklerkit namens ARKit 2.0, das unter anderem ermöglichen soll, dass Nutzer mit mehreren Geräten in AR-Spielen gegeneinander antreten können.

Daneben sollen AR-Objekte genauer an ihrem platzierten Ort "kleben" bleiben und sich der Realitätsfaktor insgesamt erhöhen. Eine AR-Brille plant Apple hingegen angeblich frühestens 2020. Details zu Neuerungen in watchOS 5 und tvOS 12 sind bislang noch nicht durchgesickert.

Was in Sachen Hardware zur WWDC 2018 erscheint, ist noch unklar. Es gab vorab Spekulationen zu neuen Modellen des iPad Pro mit Face-ID-Gesichtserkennung, zu einem "iPhone SE 2" sowie neuen MacBook- und MacBook-Pro-Modellen.

Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg schrieb hierzu am Donnerstagabend, dass Apple wohl noch nicht so weit ist. Apple arbeite zwar an all diesen Geräten – etwa neuen MacBook-Pro- und 12-Zoll-MacBook-Modellen mit aktualisierten Intel-Chips sowie einem Low-Cost-Rechner als Nachfolger des MacBook Air. Doch diese seien erst "später in diesem Jahr" fertig. Gleiches gilt angeblich auch für eine überholte Apple Watch Series 4, die ein größeres Display bei unverändertem oder gleichem Formfaktor erhalten soll.

In dieser Woche gab es außerdem Spekulationen über einen neuen günstigeren Siri-Lautsprecher. Dieser soll angeblich von Apples Tochter Beats kommen. Die Sprachassistentin Siri soll zudem einige Verbesserungen erhalten, um besser mit Konkurrenzsystemen wie Googles Assistant oder Amazons Alexa mitzuhalten.

Welche Überraschungen Apple auch bereithalten mag – Mac & i wird wie üblich mit einem Liveticker von der Keynote berichten. Das Event beginnt am Montag um 10 Uhr kalifornischer Zeit, also 19 Uhr MESZ. (bsc)