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Mac Pro: Endlich wieder ein modularer Mac für Profis

Nach sechs Jahren hat Apple den Mac Pro renoviert. Das modulare System bringt neueste Intel-Xeon-Prozessoren und eine große Auswahl an Optionen mit.

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Zum Auftakt seiner Entwicklerkonferenz WWDC hat Apple den bereits vor zwei Jahren angekündigten modularen Mac Pro der Öffentlichkeit gezeigt. Wie von einigen Gerüchteköchen erwartet, besteht der neue Profi-Desktop-Computer aus einem Gehäuse (mit Henkeln), das mit verschiedenen PCIe-Modulen über 64 PCIe-Lanes individuell bestückt werden kann. Die mangelnde Erweiterbarkeit war der größte Kritikpunkt an der aktuellen Mac-Pro-Generation im runden Gehäuse.

Apple WWDC 2019

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"Das ist der leistungsstärkste Mac, den wir je auf den Markt gebracht haben", sagte Apple-CEO Tim Cook am Montagabend in San Jose.

Der Trailer zum neuen Mac Pro. (Quelle: Apple)

Die Front besteht ähnlich wie beim ersten Mac Pro aus gelochtem Metall und sieht aus wie eine sehr grobe Käsereibe. An den Seiten hat man sich für geschlossenes Blech entschieden, unten lassen sich anstelle der Füße wahlweise Räder montieren, damit man den Mac Pro zu einem anderen Arbeitsplatz schieben kann, etwa in einem Musikstudio. Das Gehäuse lässt sich einfach nach oben abziehen und gibt rundum den Blick auf die Komponenten frei, die von einem Stahlrahmen getragen werden.

Im Inneren arbeiten aktuelle Xeon-Prozessoren von Intel mit bis zu 28 Kernen. Die Abwärme wird von einem massiven Kühler entsorgt, der bis zu 300 Watt verkraften soll. Die CPU greift über sechs Kanäle auf ECC-Speicher zu, der mit 2933 MHz getaktet ist. In die 12 DIMM-Slots passen bis zu 1,5 Terabyte RAM.

Darüber hinaus gibt es acht Slots für (optionale) PCIe-Karten, darunter eine mit 2 x Thunderbolt 3, 2 x USB und Audio oder eine mit 2 x 10-Gigabit-Ethernet. Die SSDs reichen von einer Kapazität von 256 GByte bis zu 4 TByte. Sie werden von einem T2-Chip als Controller begleitet, und bestehen laut Fotos von Apple aus zwei Steckmodulen.

Mac Pro (2019) (12 Bilder)

Der neue Mac Pro erinnert an die alte „Käsereibe“, die es gab, bevor Apple den Mac Pro in die Tonne packte.

Bei den Grafikkarten reicht die Spannweite von Standard-Karten wie einer Radeon Pro 580X bis hin zu einem oder zwei "MPX-Modulen" mit maximal zwei Radeon Pro Vega II und Thunderbolt-Ausgängen. Angebunden sind sie mit maximal 16 PCIe-Lanes (x16). Bis zu 32 GByte High-Bandwith-Memory werden unterstützt. Apple bezeichnet das Ganze als "die mächtigste Grafikkarte der Welt". Für Video-Profis dürfte der optionale "Afterburner" interessant sein: ein programmierbarer Beschleuniger (FPGA), mit dem man gleichzeitig drei 8K-Videostreams bearbeiten können soll – oder zwölf mal 4K.

Das Netzteil liefert bis zu 1400 Watt. Drei riesige Lüfter schaufeln die warme Luft aus dem Alu-Gehäuse. Trotzdem soll der Mac Pro unter dem Tisch subjektiv nicht lauter sein als ein iMac Pro auf dem Tisch. Der Basispreis für den Mac Pro liegt bei 6000 US-Dollar. Er soll ab Herbst bestellbar sein.

Update: In der Variante mit 8-Kern-Xeon erreicht der Mac Pro einen Nominaltakt von 3,5 GHz und beim Turbo Boost 4,0 GHz. Der 12-Kerner schafft 3,3 und 4,4 GHz. Die Variante mit 16 Kernen läuft mit 3,2 und 4,4 GHz. Mit 24 oder 28 Kernen senkt sich der Basistakt auf 2,7 respektive 2,5 GHz ab, der Turbotakt liegt hier weiterhin bei 4,4 GHz.

(jes)