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WWDC: Apples neues watchOS 2 erlaubt native Apps auf der Watch

Apple hat Version 2 von watchOS vorgestellt, dem Betriebssystem der Apple Watch. Es bringt viele neue Funktionen mit und erlaubt es App-Herstellern erstmals, Programme direkt auf der Uhr auszuführen.

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Zur Eröffnung der Entwicklerkonferenz WWDC (siehe Mac & i-Liveticker) am Montag hat Kevin Lynch, Vice President Of Technology und zuständig für die Apple Watch, eine neue Version des Betriebssystems watchOS vorgestellt. Sechs Wochen nach Verkaufsstart der Computeruhr bringt Version 2 viele neue Funktionen mit. Es gibt neue Ziffernblätter etwa mit Fotos und Videos aus der Nutzersammlung und Entwickler können eigene "Komplikationen" anbieten, so nennt Apple die Zusatzanzeigen auf den Ziffernblättern.

Nutzer können Fotos auf ihren Ziffernblättern ablegen.

watchOS 2 erlaubt es App-Herstellern erstmals, native Programme ohne iPhone-Anbindung auszuführen, was nicht nur ihren Start und ihre Bedienung beschleunigt, sondern ihnen auch neue Möglichkeiten verleiht. Watch-Apps können künftig etwa direkt mit der digitalen Krone, dem Beschleunigungs- und dem Pulssensor, der Taptic Engine oder dem Mikrofon kommunizieren – oder mit Apples HealthKit, das ebenfalls in watchOS 2 integriert ist.

Die derzeit erhältlichen, noch mit dem alten Framework erstellten Apps laufen noch nicht nativ auf der Watch, sondern auf dem iPhone, das die eigentliche Programm-Logik beheimatet, sämtliche Berechnungen anstellt, die Display-Inhalte auf der Watch aktualisiert und die Benutzereingaben von der Watch entgegennimmt. Daher gibt es mehrere Einschränkungen: Aktuelle Watch-Apps dürfen beispielsweise keine direkte Verbindung zum Internet aufbauen, keine Daten auf der Uhr speichern und nicht auf deren Sensoren zugreifen. Sie benötigen immer ein iPhone, um zu funktionieren, und teilweise dauert auch ihr Start recht lange.

Update, 20:55 Uhr: Mit "Time Travel" in watchOS 2 kann man sozusagen die Zeit vorspulen (sowie zurückspulen) und sich anzeigen lassen kann, was später im Terminkalender passiert und wie sich etwa das Wetter entwickelt. Ein neuer "Nachttischmodus" zeigt die Zeit an, wenn die Uhr am Kabel hängt und auflädt. Natürlich kann sie ihren Benutzer auch wecken. Die Kommunikationsansicht beherrscht neue Funktionen, etwa verschiedene Farben in Digital-Touch-Zeichnungen.

Witzige Funktion: Mit "Time Travel" springt man in der Zeit vor und fragt etwa Termine ab, die dann anstehen.

Erstmals wird die VoIP-Funktion Facetime Audio unterstützt, wahlweise für Telefonate direkt übers Netz. Die Workout-App kann auch die Aktivitäten von Drittanbieter-Apps mitzählen und per Siri starten. Die Sprachassistentin vermag auf der Uhr obendrein Apples Heimautomationstechnik Homekit zu steuern, Mails zu beantworten und Checks respektive Glances aufzurufen, also die praktischen Statusanzeigen von Apps.

Entwickler bekommen die erste Betaversion des neuen Watchkit als Teil der Beta des iOS 9 SDK ab sofort. Die finale Version soll es kostenlos im Herbst geben.

[Update, 21:50 Uhr] watchOS 2 bringt zudem die Aktivierungssperre auf die Apple Watch – damit lässt sich diese ebenso wie das iPhone nur noch unter Kenntnis von Benutzername und Passwort des Besitzers neu einrichten. Dies macht die Uhr im Falle eines Diebstahls unbrauchbar – diese essentielle Sicherheitsfunktion fehlt bislang.

Siehe dazu auch:

(se)