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Mac & i

Was Apples smarter Lautsprecher HomePod (schon) kann – und was nicht

Ab Frühjahr können auch deutsche Nutzer Apples Siri-Speaker kaufen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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HomePod

HomePod bei der Vorstellung im Sommer 2017. Apple wollte das Gerät eigentlich schon im Dezember auf den Markt bringen.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Mehr als ein halbes Jahr warten interessierte Apple-Kunden bereits auf den HomePod – Apple hatte den smarten Lautsprecher bereits Anfang Juni 2017 angekündigt. Ein erster geplanter Auslieferungstermin im Dezember verstrich ungenutzt. Nun soll Apples erster Siri-Speaker ab dem 26. Januar vorbestellbar sein und ab dem 9. Februar ausgeliefert werden – allerdings zunächst nur in den USA, Großbritannien und Australien. Mac & i hat die wichtigsten Fragen und Antworten zum HomePod zusammengetragen.

Wann erscheint der HomePod in Deutschland?

Das weiß bislang nur Apple allein. Laut Pressemitteilung vom Dienstag (23.1.17) soll der HomePod "in diesem Frühjahr" hierzulande verfügbar sein. Einen genaueren Termin nannte der Konzern nicht. Neben Deutschland soll das Gerät auch in Frankreich verfügbar gemacht werden. Weitere Länder wie Österreich und die Schweiz dürften in den kommenden Monaten folgen. Offenbar ist Apples HomePod-Massenproduktion noch nicht ausreichend hochgefahren. Angeblich sollen in diesem Jahr zwischen 10 Millionen und 12 Millionen Stück produziert werden. Im Vergleich zu anderen Produkten wie dem iPhone ist das wenig.

Was kostet der HomePod?

Bislang liegen keine Euro-Preise vor. In den USA verlangt Apple 350 US-Dollar ohne Umsatzsteuer, in Großbritannien werden 319 britische Pfund fällig und in Australien 499 australische Dollar. Es ist denkbar, dass der Konzern hierzulande bei 350 bis 400 Euro für den HomePod landen wird, mit Pech bei 450 Euro.

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Welche Audio-Hardware hat der HomePod?

In dem knapp 18 Zentimeter hohen und 2,5 Kilogramm schweren Gerät, das in den Farben weiß und schwarz offeriert werden soll, stecken laut Apple ein Inhouse designter Tieftöner sowie eine "eigens entwickelte Anordnung von sieben Hochtönern nach Richtstrahlverfahren" (Beam Forming). Diese sollen eine "reine Hochfrequenz-Akustik mit präziser Richtungskontrolle bieten" sowie "leistungsstarke Technologien, um Detailreichtum und Intention der Originalaufnahmen zu erhalten".

Ergo: Der HomePod soll den Originalklang möglichst nicht verfälschen, auch wenn er mit diversen Soundprocessing-Funktionen ausgestattet ist. Dazu sind insgesamt sechs Mikrofone verbaut, die der Klanganpassung dienen und für Siri-Kommandos verwendet werden – und diese selbst bei lauter Musik erkennen können sollen. Als Hauptprozessor dient Apples A8-Chip, der aus dem iPhone 6 (von 2014) bekannt ist, als Software läuft ein abgespecktes iOS.

Was braucht man für den HomePod?

Apple-typisch wendet sich auch der erste Smart Speaker des Konzerns an Menschen, die bereits im Ökosystem des Unternehmens leben. So wird für das Setup des HomePod mindestens ein iPhone (ab 5s), ein iPad (Air, Pro oder 5. Generation) oder ein iPod touch ab der 6. Generation benötigt. Mindestens iOS 11.2.5 muss auf den Geräten laufen. Für die "volle Musikfunktionalität" sollte man zudem ein Apple-Music-Abo (10 Euro im Monat) abgeschlossen haben, betont Apple.

Ohne Apple Music können mindestens bei iTunes erworbene Inhalte, das Beats-1-Radio von Apple sowie Podcasts wiedergegeben werden. Apps wie Spotify werden – wahrscheinlich – über AirPlay Klänge an den HomePod senden können. Ob das Gerät auch als Bluetooth-Empfänger von Android-Geräten genutzt werden kann, ist unklar.

Wie wird der HomePod eingerichtet?

Apple betont, das Setup des Siri-Lautsprechers sei ähnlich einfach wie die Anbindung der komplett drahtlosen Ohrstöpsel AirPods. Es reicht aus, ein iPhone neben den HomePod zu halten, die Musikwiedergabe könne dann "in Sekundenschnelle beginnen".

Ist der HomePod Multiroom-fähig?

Anfangs leider noch nicht. Apple hat es trotz einem halben Jahr Vorlauf plus Verkaufsstartverschiebung nicht hinbekommen, die Software zu komplettieren. Der neue AirPlay-2-Standard, der natives Multirooming mit mehreren HomePods unterstützen soll, ist ab Werk noch nicht integriert und wird "später in diesem Jahr" nachgeliefert, so Apple. Darüber sollen die Geräte dann untereinander kommunizieren können und man kann die gleiche Musik in allen Räumen abspielen – oder unterschiedliche Musik in verschiedenen Räumen, gesteuert von einem Endgerät aus.

Ein kommendes Firmware-Update soll auch erlauben, dass sich zwei HomePods zu einem Stereosystem zusammenfassen lassen.

Lässt sich der HomePod auch am Gerät steuern?

Der HomePod verfügt auf seiner Oberseite über einen kleinen Touchscreen, der verschiedene Gesten beherrscht. So lässt sich mit einem Tap die Wiedergabe starten oder stoppen, zwei Taps führen zum nächsten Song, drei Taps zum vorhergehenden. Berühren und Halten ruft Siri auf (geht auch mittels "Hey Siri"). Die Lautstärker lässt sich durch Berühren und Halten eines Plus- beziehungsweise Minus-Symbols verändern.

Ist der HomePod Smarthome-fähig?

Der HomePod unterstützt Apples hauseigenen Smarthome-Standard HomeKit und soll auch als Hub für ein HomeKit-Setup dienen können – dafür ist bislang ein Apple-TV-Gerät oder ein kompatibles iPad notwendig. Der HomePod beherrscht das Kommando "Hey Siri" und ermöglicht es darüber, HomeKit-Geräte zu kontrollieren. So kann der Nutzer etwa in einem Raum, in dem sich der HomePod befindet, "Hey Siri, mach das Licht an" sagen, um die Beleuchtung zu aktivieren. Auch HomeKit-Szenen werden unterstützt. Die Steuerung des HomeKit-Netzes erfolgt über die Home-App in iOS, hier wird auch der HomePod eingebunden.

Kann Siri auch die Nachrichten vorlesen?

Mit iOS 11.2.5 wurde die Funktion “Siri News” eingeführt, über die die Sprachassistentin auf die Frage “Hey Siri, was gibt es heute in den Nachrichten?” passende Podcast zu tagesaktuellen Neuigkeiten wiedergeben kann. Es ist davon auszugehen, dass auch der HomePod diese Funktion unterstützt.

Sehe ich, ob Siri aktiv ist?

Auf das Kommando "Hey Siri" wartet der HomePod standardmäßig ständig, allerdings soll die Erkennung wie beim iPhone und iPad lokal auf dem Gerät erfolgen, ins Internet geschickt wird der Umgebungsklang also nicht. Ist Siri dann aktiv (inklusive Onlineverbindung), erscheint eine Wellenform auf dem Display des HomePod auf dessen Oberseite.

HomePod (10 Bilder)

HomePod ist Apples Antwort auf Alexa. Allerdings kann man damit keine Bestellungen aufgeben.

(bsc)