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WebObjects ist für Apple endgültig tot

Schon seit 2009 liefert Apple sein Web-Application-Framework nicht mehr mit OS X Server aus. Nun teilte der Konzern offiziell mit, dass keine neuen Versionen zu erwarten sind.

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WebObjects endgültig tot

WebObjects – hier auf einer älteren OS-X-Version.

(Bild: Screenshot via MacUpdate)

Die Chancen, dass Apple WebObjects jemals wieder anfassen würde, waren bereits zuvor leidlich gering. Nun hat das Unternehmen gegenüber einem Kunden offiziell bestätigt, dass die traditionsreiche Entwicklungs- und Serverumgebung für Web-Anwendungen ein "eingestelltes Produkt" sei und deshalb "niemals mehr aktualisiert" werde.

Der Java-Entwickler Hugi Thordarson hatte Apple-Konzernchef Tim Cook über mehrere Jahre mit der Frage gelöchert, was denn der Stand bei WebObjects sei. Kürzlich sei er dann von Apples "Executive Relations"-Abteilung kontaktiert worden. Die Person soll die Software zunächst gar nicht gekannt haben, besorgte sich dann aber Informationen und gab das obige klare Statement.

Seit 2009 ist WebObjects bereits kein Teil von Apples OS X Server sowie der Entwicklungumgebung Xcode mehr. Das letzte Update stammt aus dem Jahr 2008. Es gibt allerdings eine Community, die WebObjects beziehungsweise passende Tools im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterpflegt. GNUstepWeb stellt zudem eine Open-Source-Implementierung dar.

WebObjects ist über 30 Jahre alt und wurde von Steve Jobs noch zu NeXT-Zeiten eingeführt. Apples eigener Online-Laden sowie der iTunes Music Store basierten auf der Technik.

Steve Jobs previews WebObjects at Object World (1995)

(bsc)