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Wegen Apple-TV-Teardown: Apple wirft iFixIt aus dem App Store

Der Reparaturdienstleister hatte die Developer-Version der Multimediabox entgegen der Entwicklerbedingungen zerlegt. Künftig darf iFixIt keine iOS-Apps mehr vertreiben.

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Wegen Apple-TV-Teardown: Apple wirft iFixIt aus dem App Store

Bild aus iFixIts "verbotenem" Apple-TV-4-Teardown.

(Bild: iFixIt)

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Apple streitet sich mit iFixIt: Wie der Teardown-Spezialist per Blog-Posting mitteilt, wurde ihm der Apple-Entwickler-Account gesperrt, was automatisch zur Streichung der iFixIt-App im iOS App Store führte. Grund dafür: iFixIt hatte in der vorvergangenen Woche eine Apple-TV-4-Box auseinandergenommen und Details zum Innenleben der Multimediabox publiziert. Dabei handelte es sich offenbar um ein Gerät, das iFixIt im Rahmen von Apples Developer-Kit-Lotterie gegen Zahlung von einem US-Dollar "gewonnen" hatte.

Im Zusammenhang mit der Bestellung des Apple-TV-Developer-Kit mussten Entwickler einem Apple-Papier zustimmen, in dem es heißt, dass die Box, die erst im Oktober auf den regulären Markt kommt, nur zur Entwicklung eigener Softwareprojekte genutzt werden darf. Zudem dürfe vor dem Verkaufsstart nicht über Details geschrieben werden. Verboten waren auch Tests und die Veröffentlichung von Bildern des Geräts.

iFixIt war sich dieser Tatsache durchaus bewusst, wie der Reparturdienstleister in seinem Blog schreibt. Man sei eine "Teardown- und Reparaturfirma", Teardowns seien "in unserer DNA". "Wir haben daher das Risiko abgewogen und es dann fröhlich über Bord geworfen."

Einige Tage nach dem Teardown habe iFixit eine Mail von Apple erhalten, in der es hieß, damit seien die Entwicklerbedingungen verletzt – und der Entwickleraccount nun gesperrt. "Unglücklicherweise hing auch die iFixIt-App mit diesem Account zusammen, entsprechend zog Apple auch die App zurück."

Apple zufolge habe iFixIt mit seinem Tun "die Leistung oder beabsichtigte Nutzung" von App Store, B2B-Programm oder Entwicklerprogramm behindert. "Lebe und lerne", meint iFixIt. Der Reparaturdienstleister will nun seine mobile Website aufmöbeln – das habe man vor dem unrühmlichen Ende der iFixIt-iOS-App sowieso vorgehabt. (bsc)