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Wegen iPhone-Krise: Apple will weniger neue Mitarbeiter einstellen

Laut Angaben von Konzernchef Tim Cook wird es keinen kompletten "Hiring Freeze" geben.

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Tim Cook

Konzernchef Cook: Apple galt in den USA bislang als Jobmaschine.

(Bild: dpa, Brian Powers/The Des Moines Register/AP/dpa)

Apples schlechter als geplantes verlaufenes Weihnachtsgeschäft beim iPhone hat nun auch Auswirkungen auf die Jobs bei dem Konzern. Laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg hat Apple vor, bei Neueinstellungen kürzer zu treten.

Davon würden "einige Bereiche" betroffen sein, so Konzernchef Tim Cook vor Mitarbeitern. Konkrete Details sickerten noch nicht durch. Einen vollständigen Einstellungsstopp halte er hingegen nicht für die richtige Lösung, so Cook. Schlüsselbereiche wie die Arbeit an der Künstlichen Intelligenz (KI) würden zudem weiter kräftig zulegen. Im Ende September abgeschlossenen Finanzjahr 2018 war die Apple-Belegschaft von 123.000 auf 132.000 Vollzeit-äquivalente Stellen gewachsen.

Apple hatte Anfang Januar überraschend kommuniziert, dass der Konzern im Weihnachtsquartal seine eigene Umsatzprognose deutlich verfehlt hat. Der iPhone-Konzern senkte die Umsatzschätzung für die vergangenen drei Monate auf 84 Milliarden Dollar (rund 73 Milliarden Euro), während noch im November 89 bis 93 Milliarden erwartet worden waren. Die heftige Korrektur gehe vor allem auf die schwächeren iPhone-Verkäufe in China zurück, so CEO Tim Cook, laut dem aber auch die Upgrades auf die neuen Smartphones in anderen Regionen geringer ausfielen.

Der Apple-Chef war vor seinen Mitarbeitern kurz nach der Prognosesenkung aufgetreten. Von dem Treffen waren bislang erstaunlicherweise kaum Informationen durchgesickert. Nur der in Cupertino gut vernetzte Apple-Blogger John Gruber berichtete, der iPhone-Hersteller habe laut Cook im vergangenen Jahr elf Millionen Smartphone-Batterien ausgetauscht, während der Konzern normalerweise von einer bis zwei Millionen ausgehe. Apple hatte als einen der Gründe für das schwächere Abschneiden im Weihnachtsgeschäft zusätzlich genannt, dass einige Kunden vom Angebot zum günstigen Batterietausch Gebrauch gemacht hätten, statt sich ein neues Telefon zu kaufen. Apple betonte in diesem Zusammenhang stets, man wolle sich gegenüber der Kundschaft "richtig" verhalten.

Der Konzern hatte den Preis für den Austausch der Batterien 2018 deutlich gesenkt, nachdem bekannt geworden war, dass die Leistung von iPhones mit alternden Akkus per Software gedrosselt wurde, um unerwünschte Abschaltungen zu vermeiden – öffentlich kommuniziert hatte der Konzern dies aber nicht. Apple erklärte, das sei nötig gewesen, damit sich die Geräte unter starker Auslastung nicht deaktivierten, Kritiker warfen dem Konzern dagegen vor, die Nutzer so zum Kauf eines neuen Handys zu drängen. Cook hatte diesen Vorwurf scharf zurückgewiesen. (mit Material der dpa) / (bsc)